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Dienstag, Dezember 31, 2013

Google Foto upload

Die Bilderwelt mit Google

Im Lauf der Jahre sammeln sich auf der Festplatte sehr viele Fotos, insbesondere seit es Digitalkameras in jedem Handy gibt, an. Zudem habe ich alle alten Photos und viele Dokumente digitalisiert, das sind tausende weiterer Bilder. Da kaum ein Mensch genügend Zeit hat, die Bilder sorgfältig zu beschriften und zu sortieren, sind die Bilder kaum wieder auffindbar. Zudem besteht immer die Gefahr, dass die Festplatte verloren geht oder zusammen mit dem Backup gestohlen wird. Dann ist alles weg.
Digitale Erinnerungen sollten nicht verloren gehen.

Bilder in die Cloud

Eine Lösung für diese Probleme bietet jetzt Google an, man kann alle Bilder hochladen. das konnte man bisher auch schon, etwa zu Dropbox oder zahllosen anderen Anbietern, aber jetzt geht das kostenlos. Allerdings limitiert Google die größe der Bilder auf seiner Platte auf 2048*2048 Pixel. Das genügt fast immer, da kaum ein Monitor diese Auflösung darstellen kann. Falls man als Profi doch mehr benötigt, muss man eben zahlen.
Da die Bilder jetzt in der Cloud liegen, kann man sie von überall mit seinem eigenem Google Account abrufen. Die Bilder sind nicht öffentlich! 

Risiko Geheimdienste

Allerdings muss man sich, wie bei allen Cloudservices, im klaren sein, dass es theoretisch Mitseher, wie die NSA, gibt. Allerdings kann man inzwischen kaum sicher sein, wo die Grenzen der Überwachung liegen, daher ist jeder Rechner am Internet und jedes Smartphone potentiell für Geheimdienste zugänglich. Ich glaube, eine Lösung dieses Problems muss politisch erfolgen. 

Vorteil Rechenleistung zur Bilderkennung

Ein bemerkenswerter Vorteil in der Google Cloud ist, dass die massive Rechenpower von Google jetzt versucht in den Bildern Inhalte zu erkennen. Insbesondere werden alle Texte in den Bildern gelesen. Erstaunlich wie oft ein Ortsschild, eine Beschriftung an einem Gebäude oder einem T-Shirt richtig erkannt wird. Ein Beispiel: 
Das durchgestrichene Wort Schönenbach wird erkannt.
Man kann aber nicht nur nach Texten in Bildern suchen, sondern auch nach Inhalten. Das ist insbesondere bei Menschen wie mich, die nicht an jedes Bild zehn Tags vergeben, sehr nützlich. Sucht man etwa nach dem Thema Wasserfall, bekommt man eine gute Auswahl aller Wasserfallbilder, die man geschossen hat:
Das Suchergebnis "Wasserfall" bei meinen Bildern.
Sofort bekommt man kleine und große, vereiste und romantische Wasserfälle. Genaugenommen hat er zwei "Fehler" gemacht, die künstlichen Eissäulen, die ich im Rahmen meines Gletscherprojekts erzeugt habe, hätte ich nicht Wasserfall genannt. Aber ganz falsch ist das auch nicht.

Bildbearbeitung

Eine Besonderheit ist der Versuch, Bilder automatisch zu verbessern oder mit besonderen Eigenschaften zu versehen. Dabei werden die ursprünglichen Bilder beibehalten, aber man kann eben die Veränderung als neues Bild sehen. Hier einige Beispiele:

Panorama

Früher war es immer sehr mühsam, aus mehreren Bildern ein Panorama herzustellen. Auf meiner Website Panoramawelten habe ich vor vielen Jahren dazu einige Ideen ins Netz gestellt.
Heute geht das automatisch, sobald zwei oder mehrere Bilder vermutlich zusammenpassen:
Automatisches Panorama aus mehreren Bildern zusammengefügt.

Störende Elemente entfernen

Ein sehr erstaunlicher Effekt ist das entfernen von Personen, wenn man eine interessante Stelle aufnehmen will, bei der viel Publikum ist. Dann werden, falls mehrere Aufnahmen vorhanden, sind die Personen herausgerechnet. 
Wasserfall ohne Touristen
Auf diesem Wasserfall wurden die Touristen, die oben auf der Brücke standen herausgerechnet.

Bewegung

Hat man von einer Szene mehrere Bilder aufgezeichnet, so schlägt Google vor, daraus einen Minifilm zu erstellen. Das sieht dann so aus:
Ein kleine Animation aus mehreren Bildern.

Schneefall

Eine nette Idee ist, bei Schneebildern Schneeflocken hinzuzufügen. Allerdings wird das so häufig gemacht, dass es meiner Ansicht nach schon nervt, leider kann man dieses Feature nicht separat abschalten.
Kaum findet Google Schnee auf dem Bild, schon schneit es.
Es gibt noch einige weitere Features, wie glitzern, alle lächeln automatisch, längeren Film erstellen und ich gehe davon aus, dass einige weitere dazu kommen werden. Ich denke das ist erste der Anfang einer spannenden Entwicklung.

Fazit

Innerhalb von drei Tagen konnte ich 27.000 Bilder bei Google sichern, das finde ich allein schon einen sehr guten Service. Die Tatsache, dass die Bilder durchsuchbar werden, hat eine große Zukunft und ich will das mit meinen Bildmaterial unterstützen. Nur wenn ausreichend Bilder vorliegen, können Algorithmen der künstlichen Intelligenz verbessert werden. 
Somit hat Google eine wichtige Innovation in das Netz gestellt und ich freue mich, wenn ich beruhigt schlafen kann, da ich weis, Bilder gehen mir nicht mehr verloren.

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Freitag, August 13, 2010

Goggle mit Google


Goggle mit Google
Die Brille von Google ist die App Goggle. Diese auf dem Android Handy und der Computer kann sehen!
Wirklich erstaunlich, eine Visitenkarte vor die Kamera gehalten und die Telefonnummer kann gewählt werden. Ein Gebäude abgelichtet und ein fast gleiches wird gefunden. Oder noch besser, das Gebäude wird erkannt!

Das ist eine neue Qualität von KI, mal sehen, wie schnell dieses Tool mehr Straßenbilder sammelt als Streetview!

Eine echte App Innovation.

Mehr Infos bei Google

Samstag, Juli 10, 2010

Bitte lächeln!

Bitte lächeln!
Meine neue Nikon Coolpix Kamera ist nicht nur die flachste und leichteste Digitalkamera, die ich je hatte, mit 10-fach optischen Zoom auch ein optisches Meisterwerk.
Aber am meisten haben mich nicht die 14,2Megapixel beeindruckt, sondern die Funktion "Auslösen beim Lächeln"! Es ist schon fast ein Gefühl wie in einem Science Fiction, man stellt die Kamera auf den Auslösemodus Lächeln, schaut in das Objektiv, nicht passiert. Und dann lächelt man und es macht Klick!
Wirklich, sobald man lächelt, löst die Kamera aus.

Automatik wird zur Gewohnheit
Inzwischen ist man ja einiges gewohnt, automatische Belichtung, automatisches Scharfstellen, automatisch Wackeln kompensieren, aber eine mimische Geste als Eingabe für eine Kamera finde ich außergewöhnlich. Damit wird ein weiterer Schritt zur künstlichen Intelligenz gegangen.
Natürlich kann man sagen, das ist nur ein Bildverarbeitungstrick, aber das werden die Menschen noch sagen, wenn ihnen der Computer eine so kluge Antwort im Turingtest gibt, dass sie keine Chance mehr haben, zu erkennen ob sie mit einem Menschen oder einen Computer sprechen.

Ich lasse mich von solchen Innovationen weiterhin faszinieren!

Sonntag, Juli 04, 2010

Photosynth

Photosynth
Heute ist es mir erstmals gelungen einen photosynth zu erstellen! Das ist ein neues Feature auf der Microsoft Website. Ganz im Syle von Google jedoch noch sehr beta. Eine kleine Kostprobe, was das Programm leistet:

Man nimmt möglichst viele Bilder von einem Objekt auf und berechnet mit einem lokalen Programm, das man bei photosynth herunterladen kann. Eine nette Innovation von Microsoft.

Sonntag, Dezember 06, 2009

Was ist ein Fotoapparat?

Was ist ein Fotoapparat?
Ein Fotoapparat ist ein Gerät mit dem man Bilder aufzeichnen kann. Ist das wirklich die einzige Funktion und machen die Meschen wirklich nur die Bilder um sie später wieder anzusehen? Als ich gestern auf dem Weihnachtsmarkt sah, wie Väter ihre Kinder hochhoben, damit sie die Advents-Musiker besser sehen, kam mir ein anderer Gedanke. Vielleicht wollen wir unserem geliebtem Fotoapparat einfach die Welt zeigen, so wie wir unseren Kindern die Welt zeigen wollen?

Ein Fotoapparat ist ja ein geliebter Gegenstand, ich habe schon Menschen erlebt, die bis zur Hochzeit keinen anderen Partner hatten. Der Film wurde gewickelt und eingelegt, die Linse geputzt, alles in feines Leder gepackt, der Apparat vorsichtig getragen, vor sich her getragen und hochgehoben wenn es was interessantes zu sehen gab.

Manche Menschen nehmen die Welt gerne durch die Augen von Kindern war, viele durch das Objektiv ihres Fotoapparats, beide können später von den Erlebnissen erzählen. Inzwischen glaube ich, dass die Fotografie mehr ist, als nur das Aufzeichnen von Bildern, es ist der Wunsch der Menschen den Kindern die Welt zu zeigen.

Fast jede erfolgreiche Innovation befriedigt sehr tief liegende Bedürfnisse, ist es beim Fotoapparat der Wunsch den Kindern etwas zu zeigen?

Montag, Oktober 13, 2008

Gesichter fotografieren


Pablo Picasso, 1958 Porträt einer Frau

Immer wieder fällt mir auf, dass es sehr schwer ist Gesichter zu fotografieren. Nicht nur dass oft die Augen geschlossen, der Mund verzogen, das Gesicht zu rot und die Nase zu groß ist, sie sehen einfach nicht optimal aus. 
Betrachtet man hingegen selbst holzschnittartige Bilder von Künstlern, so wirken diese intensiver. Was mag der Grund sein? Vielleicht ist es einfach unnatürlich, was ein Foto zeigt. Unser Gehirn sieht nicht ein Pixelfeld in Zentralperspektive wenn es in ein Gesicht schaut. Es sieht ein lebendiges, bewegtes unterschiedlich beleuchtetes Gesicht. Und das wird vielleicht überhaupt nicht optimal durch ein Foto wiedergegeben sondern durch ein Gemälde. 


Wir brauchen Fotoapparate, die Gemälde erzeugen, die unser neuronales Empfinden besser anregen als bisher. Wenn wir die Transformationen des Gehirns verstehen und die inverse Funktion auf Bilder anwenden, könnten schöne Portraits entstehen. Und ich bin sicher, das wird gebaut werden, eine Innovation die noch fehlt.