Donnerstag, Februar 19, 2009

Handy-Ladegeräte werden vereinheitlicht
Wer hat das noch nicht erlebt, dass der Handyakku alle war und alle hatten ein Ladegerät nur man selbst nicht. Und keiner konnte helfen, da alle ein anderes Ladegerät hatte. Ganz anders, wenn mal der Motor stehen bleibt, weil der Autoakku alle ist, jeder kann helfen.
Soeben haben die Handyhersteller beschlossen, dass sie aufgrund des Drucks durch die EU
einheitliche Ladegeräte ab 2012 verwenden wollen. Ein echter Fortschritt, der allen hilft, und als Innovation bezeichnet werden kann.

Samstag, Januar 31, 2009

Currywurst mit Flachbildschirm geröstet


Bildqelle: Wikipedia

Currywurst mit Flachbildschirm geröstet
Auf dem Marktplatz in Wiesbaden hatte ich diese Woche erstmals gesehen, dass am Currywurtsstand, einem Ort, der sich durch seine Einfachheit auszeichnet, ein Flachbildschirm war. Das kommt schon öfter vor, aber auf dem Flachbildschirm lief der Film eines Feuers. Im Vordergrund brutzelten die Würste auf Blech, vom Feuer unter dem Blech war nichts zu sehen. 
Nach der Innovation des Feuers, jetzt die Virtualisierung der wichtigsten Innovation der Menschheit. 

Samstag, Dezember 27, 2008




Kein einfacher Anschluss
 Über Weihnachten kommt man in viele verschiedene Wohnungen auf Besuch. Und vermehrt sehe ich provisorische Deckenlampen, manchmal schamhaft unter einem Ballon verhüllt. Warum? Weil immer öfter umgezogen wird und inzwischen die Lebensdauer einer Sparlampe die Verweildauer in der Wohnung übertrifft. 
Das wahre Problem ist, es gibt keinen Lampenstecker!
Man stelle sich vor, jedes Elektrogerät müste mit Lüsterklemmen angeschlossen werden. Man hatte früh die Steckdose erfunden. Und Edison hat nicht die Glühlampe erfunden, sondern das Gewinde für die Glühbirne. Die mobile Gesellschaft braucht die Steckdose für Deckenlampen!

Diese Innovation erfordert eine geschickte Einführung und Norm, aber dann gibt es einen riesigen Markt.

Sonntag, Dezember 21, 2008

24 Dezember

Am 21. Dezember steht die Sonne am tiefstem. 

Warum fällt der erste Weihnachtstag nicht auf dieses Datum, sondern auf den 25. Dezember? Weil man bei einer astronomischen Beobachtung mit freiem Auge den unteren Wendepunkt nicht so genau feststellen kann. Daher hat man pragmatisch den 25. Dezember als 1. Weihnachtstag gewählt und da der Abend davor der 24. ist, ist das der „heilige“ Abend. Und da der Jahreswechsel am 31. Dezember liegt und heilig Dreikönig am 6.Januar, alles Termine für Jahresanfänge in historischer Zeit, beginnen jetzt die Tage "zwischen" den Jahren. 

Und die Innovation? Der Sicherheitsabstand!

Sonntag, Dezember 14, 2008

Innovative Mönche
vor einiger Zeit habe ich dieses Foto im Toilettenbereich des Klosters Andechs aufgenommen. Es zeigt ein Fenster, das nicht richtig gekippt ist, da es sonst zu kalt würde. Aber das einen festen Spalt weit offen ist, damit die Düfte abziehen können. Wieviele Toiletten habe ich schon gesehen, die zwar ein gewaltiges Abluftgebläse hatten, aber mangels Zuluft keinen Erfolg bei der Luftqualität hatten. Frage, warum gibt es keine stufenlos verstellbaren Kippfenster? Oder zumindest die Stellung "Spalt weit offen"?
Hier ist die Kreativität der Mönche in unserer Zeit nötig. Wenn auch die Lösung noch nicht formvollendet ist, ein Fingerzeig auf eine Innovation, die sicher kommen wird!

Montag, Dezember 08, 2008



In der Softwareentwicklung kennt man den Spruch schon lange, aber auch in der "Hardwarewelt" oder, sollte ich besser sagen, Wasser- und Eiswelt, gibt es das Phänomen.
Beim Verlegen des PE Schlauchs für den
künstlichen Gletscher ist an einem Knick ein kleines Leck entstanden. Jetzt gibt es einen Eiszapfenbaum, der gut zur Jahreszeit passt!

So ist so manche
Innovation aus Versehen entstanden.

Montag, Dezember 01, 2008



Der PE-Schlauch
Eine stille, aber sehr wichtige Innovation ist der PE-Schlauch. Er hat es mir ermöglicht, 1km Wasserleitung am Wochenende zu legen um mein Gletscherexperiment zu realisieren.
Ich denke aber auch an die Millionen Menschen, die dank dieser preiswerten Schläuche Wasser haben und mit Bewässerung gute Erträge auf ihren Feldern erzielen.
Eine humane Innovation mit vielen Möglichkeiten.

Samstag, November 22, 2008

Virtuelle Geburtstagsgrüße


Virtuelle Geburtstagsgrüße
So schöne Geburtstagstorten gab es in meiner Kinheit und ich hatte mit zehn Jahren vorausgesagt, dass im Jahr 2000 ein Roboter die Torte automatisch macht. 
Jetzt ist die Torte da, aber so wie der Wunsch der Fee auch immer eine Schattenseite hat, so ist auch diese Torte nicht zum Verzehr geeignet und eigentlich nur Spam. Genaugenommen Spam, Spam, den man nicht essen kann.
Schöne neue Welt der Innovationen, mögen die echten menschlichen Grüße wieder überhand nehmen.


Mittwoch, November 19, 2008

Google Grippeschutz

Man hat ja mit fast allem gerechnet, aber dass man sich mit Google auch vor Grippe schützen kann ist für mich unerwartet. Geht man auf die Website http://www.google.org/flutrends/ dann kann man den Verlauf der Grippe in den USA sehen, sicher auch in Kürze für Deutschland. Wer will, kann das jetzt schon sehen, wenn er nach Grippe im Zeitgeist sucht. Der Hintergrund ist, dass in Gripperegionen vermehrt nach Grippe gesucht wird, so paradox das klingt.

Sicher hätte ein Taschentuchhersteller uns über seine Verkaufszahlen informieren können, hat aber keiner getan.

Und warum kommt nach Weihnachten immer die Grippewelle? Weil wir an den Festtagen mit ganz vielen Menschen unsere Viren austauschen!

Innovationen sind oft nur die neue Betrachtung vorhandenen Wissens.    

Mittwoch, November 12, 2008

Schnee, gewünscht und unerwünscht

Bei meinem Einkauf in ALDI Markt ist mir heute bei der Winterkollektion aufgefallen, dass Schneeschaufeln wieder im Angebot sind. Damit kann man den Schnee entfernen. Überrascht war ich, als ich in Sichtweite ein Schneespray entdeckte, mit dem man Schnee, oder was der moderne Mensch dafür hält, erzeugen kann.

So gibt es manchmal Innovationen mit komplementären Zielen, wer findet weitere Paare?

Mittwoch, November 05, 2008

Die Fahrt ist das Ziel

Am Wochenende hatte ich das Vergnügen, mit der Wendelstein Zahnradbahn den schönsten Berg Bayerns zu besteigen. Ich erinnerte mich an ein Erlebnis vor über 20 Jahren, als ich erstmals mit dieser Bahn fuhr, nach 50 Minuten gemütlicher Fahrt mit atemberaubender Aussicht war man an der Bergstation, jetzt braucht man nur noch 25 Minuten. Rechnet man die Rückfahrt dazu, verliert man 50 Minuten Fahrtgenuss. So ist die Frage, ob jede Beschleunigung eine positive Innovation ist.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Die Uhr spricht soziale Zeit 
Bei meinem lohnenden Besuch im Uhrenmuseum Furtwangen erklärte Professor Saluz, dass der Sonnenkönig auf Pünktlichkeit Wert legte. Der Minister benötigte eine genaue Uhr für die Politesse, Pünklichkeit. Uhren bauen damit ein Netz der sozialen Kommunikation auf, ein Netz in dem Metcalfe's law des quadratischen Nutzens gilt. Schon lange vor dem ersten Computernetz, vielleicht sogar das erste seiner Art, das auf verteilter Technologie beruht. 
Die Innovation der Vernetzung in der Dimension der Zeit ist der Verbreitungsmotor der Uhr.

Mehr zum Thema Zeit:

Freitag, Oktober 17, 2008

Brüssel, kein Preis 
Eben wollte ich mal mit dem Zug in die "Europäische" Hauptstadt kurz hinter der deutschen Grenze fahren. Bei Bahn.de erhalte ich, wenn ich die Fahrkarte online kaufen will, die nette Auskunft: 
"Die Preisermittlung unter Einbezug aller Sparangebote kann erst im Servicecenter erfolgen"
Spannende Frage, auf welche Sparangebote die Mitarbeiter im Servicecenter zurückgreifen? Werden auch diese Daten harmonisiert online verfügbar und Europa zusammenwachsen? 
Teure Versteigerung 
Da hat man Englische und Holländische Versteigerungen gesehen und natürlich ebay, aber das ist nicht das Ende der Innovationen. Jetzt gibt es ja swoopo, da zahlt der Bieter für das Gebot! Und das ist für die Versteigerungs-
plattform so ertragreich, dass sie selbst die hochwertigen Artikel einstellt. 

Der Dumme ist der frühe Bieter, aber wie ist die optimale Bietstrategie? Eine schöne Aufgabe für die Spieltheorie. Und mehr als ein Glückspiel ist es auch nicht.

Montag, Oktober 13, 2008

Gesichter fotografieren


Pablo Picasso, 1958 Porträt einer Frau

Immer wieder fällt mir auf, dass es sehr schwer ist Gesichter zu fotografieren. Nicht nur dass oft die Augen geschlossen, der Mund verzogen, das Gesicht zu rot und die Nase zu groß ist, sie sehen einfach nicht optimal aus. 
Betrachtet man hingegen selbst holzschnittartige Bilder von Künstlern, so wirken diese intensiver. Was mag der Grund sein? Vielleicht ist es einfach unnatürlich, was ein Foto zeigt. Unser Gehirn sieht nicht ein Pixelfeld in Zentralperspektive wenn es in ein Gesicht schaut. Es sieht ein lebendiges, bewegtes unterschiedlich beleuchtetes Gesicht. Und das wird vielleicht überhaupt nicht optimal durch ein Foto wiedergegeben sondern durch ein Gemälde. 


Wir brauchen Fotoapparate, die Gemälde erzeugen, die unser neuronales Empfinden besser anregen als bisher. Wenn wir die Transformationen des Gehirns verstehen und die inverse Funktion auf Bilder anwenden, könnten schöne Portraits entstehen. Und ich bin sicher, das wird gebaut werden, eine Innovation die noch fehlt. 

Samstag, Oktober 11, 2008

Wo liegt die Donauquelle?

Aller Anfang ist schwer (zu bestimmen) 
Wo liegt eigentlich die Donauquelle? In der Schule lernt man "Brigach und Breg bringen die Donau zuweg". Die Bregquelle könnte also die wahre Donauquelle sein. Das wird dort auch auf einer Tafel behauptet. Wandert man ein Stück weiter, findet man eine Quelle, deren Wasser eigentlich in die Elz fließen müßte, da sie jenseits der Wasserscheide entspringt.

Bild: Donauquelle?
Tut es aber nicht, da vor vielen Jahren das Wasser umgeleitet wurde und heute der Donau zugute kommt. Somit ist es der mündungsfernste Punkt der Donau, erstaunlicherweise in keiner Karte vermerkt. Etwas unterhalb dann die Elzquelle. 
Bild: Elzquelle, eher ein trauriger Anblick
Wie bei allen Dingen ist es nicht einfach den wahren Anfang zu finden, nicht nur Innovationen haben viele Väter, auch Flüsse oft viele Quellen. 

Mittwoch, Oktober 08, 2008

Automatischer Fahrradverleih
In Toulouse gibt es fast in jeder Straße in der Innenstadt einen automatischen Fahrradverleih!


Schlechte Nutzerführung
So gut die Idee ist, so schlecht ist das Interface für den User. Eine promovierte, französisch sprechende Informatikerin hat nach 20 Minuten gerade mal einen Systemabsturz erreicht, nicht aber ein Fahrrad bekommen. 

Bei einer weiteren Säule, gibt es, wie gesagt, fast an jeder Straßenecke, hat es mit Unterstützung von zwei Einheimischen nochmals fünf Minuten gedauert. Unglaublich wie kompliziert man das machen kann, langsam verstehe ich, warum manche gewaltsam das Fahrrad aus seiner Halterung gerissen haben.
Innovation ist das Fahrrad, das mit jeder Kreditkarte fährt, etwas Optimierungspotential vorhanden.

Montag, Oktober 06, 2008

Airbus A380 Werk Toulouse
In den letzten Tagen hatte ich Gelegenheit, die A380 Produktion in Toulouse zu besichtigen. Das Flugzeug ist wirklich groß, auch wenn man das nur begrenzt wahrnimmt, da alles im Umfeld auch sehr groß ist, etwa die Produktionshalle. Die Halle besteht aus vier Segmenten, eines, in dem die 10 Einzelteile, die aus ganz Europa unter großem Aufwand angeliefert werden, zusammengeschraubt werden, was eine Woche dauert, und drei Segmente, in denen die grün lackierten Riesen drei Wochen lange vermessen und getestet werden. Danach werden sie in die frische Luft gebracht und mit Triebwerken versehen. Nochmals etwa drei Wochen getestet und nach Hamburg zum Lackieren und zur Kundenübergabe geflogen.
Was auffällt, fast keine Produktionstiefe in Toulouse, und mehr Testen als produzieren, fast wie in der Softwareindustrie.
Was ist Innovativ? Ein Flugzeug, das nur 2,9 Liter auf 100km pro Passagier benötigt.
Was fällt noch auf? Die Besichtigung ist sehr virtuell, fast nur LCD Screen Filme und die Halle hinter Glas. Die echte Produktionshalle wird nicht gezeigt! Und für die Luftfahrt unglaublich, der Testflug mit französisch sprechendem Cockpit, da wird der Verkauf in den USA noch etwas auf sich warten lassen. Das Visitorcenter wirkt provinziell und lieblos, ein paar Container, nur französische Bücher, für das Vorzeigeprojekt eines vereinten Europas traurig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass bereits vier weitere Produktionshallen gebaut wurden, für den Fall, dass man mehr als 44 Stück pro Jahr liefert.

Dienstag, September 23, 2008

SD wird CD von Morgen

kaum hatte ich vor ein paar Tagen bemerkt, dass der erste Student seine Arbeit auf SD-Karte abgeliefert hat, finde ich folgende Meldung:
"SanDisk will Musikalben auf Micro-SD-Karten anbieten" (ZD.net)

Damit wird erstmal ein Medium durch einen elektronischen Speicher abgelöst, der einem völlig anderen Herstellungsprozess unterliegt. Seit der Shelllackplatte werden die Daten auf das Medium gepresst, insofern unterscheidet sich die BlurayDVD nicht von uralten Schallplatten.

Mit der SD-Karte wird das alles anders, das Medium ist fast der Computer, das Medium bekommt eine andere Qualität. Das Medium wird mit einer Schnittstelle geliefert und ist das Abspielgerät selbst. Der Datenträger wird nicht mehr berührt. Nur noch vom Wiedergabegerät abgefragt. Es gibt erstmals keine neuen Wiedergabegeräte, denn diese sind in Form von SD-Kartenfähigen Handys bereits verbreitet.

Montag, September 15, 2008

SPD Ypsilanti unlöschbar 

Unglaublich dumm reagiert die Partei SPD auf den Spass, dass Ypsilanti nicht weiss, wie man mit Müntefering telefoniert:
"Die hessische SPD prüfe zurzeit, ob sie wegen des nicht genehmigten Mitschnitts einen Strafantrag gegen den Radiosender stelle" (FTD -15.9.2008)

Daher einige Tipps an die zukünftige Ministerpräsidentin (Münte bewahre) um die modernen Medien in einer (noch) freien Gesellschaft zu verstehen:
  1. Sollte man wissen wie die Stimme des Parteivorsitzenden klingt
  2. Muss man Humor haben und gleich das Interview freigeben
  3. Muss man wissen, dass man im Internet nichts löschen kann!
Zudem ist es erschütternd, wie nahe die SPD der Zensur steht, die SED hat da wohl Frau Ypsilanti einiges gleich in den ersten Gesprächen verraten.

Und jetzt einfach mal bei youtube nach Ypsilanti suchen! 
Viel Spass!