Mittwoch, Juli 07, 2010

Das Beste was ich zum Thema Energie gelesen habe!


Das Beste was ich zum Thema Energie gelesen habe!
Wir werden täglich von der Presse und von Büchern mit Halbwahrheiten und Falschmeldungen zur Energieproblematik konfrontiert.
  • Standby ausschalten spart 2 Kernkraftwerke
  • 2000MW Solaranlagen auf Deutschlands Dächern
  • Wasserkraft ist aussichtsreiche Energiequelle
Wer wirklich wissen will, wie viel Energie wir verbrauchen (125kWh verbraucht ein Europäer am Tag) und welche erneuerbaren Energiequellen es gibt, die einen ernsthaften Beitrag leisten, der versteht die Problematik nach dem Lesen von David JC MacKay Buch! Das Buch steht kostenlos im Internet. MacKay ist Professor of Natural Philosophy, dort, wo einst Newton die Welt verändert hat, am Cavendish Laboratory, University of Cambridge.

Und das beste am Buch, es liest sich sehr leicht mit Britischen Humor, etwa die Bemerkung: “nine million cups of tea per year” is another way of saying “20 kW.”
Eine deutsche Übersetzung gibt es auch, wer das Original scheut..

Ich freue mich über Leserkommentare!

Sonntag, Juli 04, 2010

Photosynth

Photosynth
Heute ist es mir erstmals gelungen einen photosynth zu erstellen! Das ist ein neues Feature auf der Microsoft Website. Ganz im Syle von Google jedoch noch sehr beta. Eine kleine Kostprobe, was das Programm leistet:

Man nimmt möglichst viele Bilder von einem Objekt auf und berechnet mit einem lokalen Programm, das man bei photosynth herunterladen kann. Eine nette Innovation von Microsoft.

Dienstag, Juni 22, 2010

Unendliches Leben

Unendliches Leben
 Eins ist sicher, der Tod, soweit war man sich bisher immer einig. Zumindest in Geldfragen haben wir gelernt, dass das letzte Hemd keine Taschen hat.
Heute wurde im Deutschlandfunk ein Beitrag gesendet, in dem auf die Verrentung von Wohneigentum eingegangen wurde. Dabei wird von der Bank die Lebenserwartung aus einer Sterbestatistik ermittelt und je nach Wert der Immobilie bekommt man dann bis zum Lebensende eine monatliche Rente.

NEIN nicht bis zum Lebensende, die neuen Verträge enthalten eine Klausel, bis maximal zum 107 Lebensjahr. Da in Deutschland praktisch niemand das 108 Lebensjahr erlebt, kann das nur eines bedeuten: Die Banken bereiten sich auf ein sehr langes Leben der Menschen vor.

Meine Folgerung, sehr langes Leben ist nicht mehr ausgeschlossen, sonst würde es nicht in Verträgen auftauchen. Trotz dieser finanziellen Einschränkung eine sehr erfreuliche Meldung.

Die Überwindung des Todes ist die ultimative Innovation in der Medizin.

Donnerstag, Juni 17, 2010

Leben auf dem Titan



Leben auf dem Titan

Noch ist es nicht abgesichert, aber es gibt die mit Abstand stärksten Hinweise auf  Leben ausserhalb unserer Erde, die ich je gelesen habe!

Auf dem Saturnmond Titan, der schon auf den ersten Blick "lebensfreundlich" wirkt, dort sieht man Flüsse, Küsten, Seen, auf den Bildern. Allerdings nicht aus Wasser sondern aus Methan. Und in dieser Flüssigkeit scheint sich etwas zu tun, zumindest wird Wasserstoff und Acetylen verbraucht. Da es keine bekannte chemische Reaktion gibt, die das bei den entsprechenden Minustemperaturen ermöglicht, bleibt fast nur eine Möglichkeit: Mikroorganismen verbrauchen diese Stoffe zur Energieerzeugung wie wir Sauerstoff verbrauchen oder andere Bakterien auf der Erde Schwefelwasserstoff als Energiequelle nutzen.

Die Innovation Leben scheint doch mindestens ein Zweites mal aufgetreten zu sein!

Quelle: Nasa

Donnerstag, Mai 20, 2010

Künstliches Lebewesen

Künstliches Lebewesen
Den 20. Mai 2010 wird man auch in hundert Jahren als den Tag erinnern, an dem erstmals ein künstliches Lebewesen auf unserer Erde entstand. Mit der Veröffentlichung von Dr Craig Venter in "Science" beginnt eine neue Epoche der Menschheit.
Das Lebewesen M. mycoides JCVI-syn1.0 
(Quelle: J. Craig Venter Institute)

Nach der Beherrschung der Energie in Form des Feuers, der Werkstoffe in Form der Metalle, der Information in Form der Computer, jetzt das Leben in Form völlig neuer Organismen! Dieser Schritt kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, dagegen war die Mondlandung ein kleiner Schritt für die Menschheit. Denn die Beherrschung der Zelle als Basis von Leben ist der entscheidende Schritt hin zu völlig neuartigen nützlichen Helfern der Menschen.

Nett ist, dass die Mitarbeiter sich mit ihren Namen im Genom verewigt haben, zudem ist es wohl eines der wenigen Lebewesen, das in seiner DNA die eigene E-Mailadresse und Webadresse eingetragen hat. Meine alte Idee, alles sollte seine eigene Webseite aufgedruckt haben.

Sicherlich wird man jetzt in Deutschland wieder allerlei Bedenken lesen, aber das wird wenig an der Tatsache ändern, dass die Beherrschung der Biologie hilfreich ist. Nach der Herstellung von Harnstoff durch Friedrich Wöhler (1824, Göttingen) wurde Deutschland zum Zentrum der Chemieindustrie. Wo wird die Biologieindustrie ihre Heimat finden?

Sehr selten kann man einer Basis-Innovation beiwohnen, heute hatte man mal die Chance!

Sehenswert: Die Pressekonferenz bei TED
(Craig Venter, Bildquelle: Wikipedia)

Freitag, Mai 07, 2010

Innovationsgen vom Neandertaler

Innovationsgen vom Neandertaler
 Wie die Analysen des Genoms der Europäer und Asiaten zeigen, steckt in uns allen ein wenig Neandertaler, erstaunlicherweise fehlen die "Neandertalergene" in Afrika, Die Welt. Die Gene für Schizophrenie und Autismus könnten von ihm kommen. Wenn man davon ausgeht, dass sich schlechte Eigenschaften, wie diese Gemütserkrankungen, nicht weitervererben, bleibt die Frage warum persistieren diese Gene?
Meine Vermutung ist, dass diese Gene, wenn Sie nur zum Teil ausgeprägt sind, die Leistung des Gehirns erhöhen. Möglicherweise ist die Erweiterung der Phantasie, und den unendlichen Eifer von Erfindern, die ihre Idee zur Marktreife bringen, in diesen Genen codiert.

So könnte das Erbe der Neandertaler die Fähigkeit zur Innovation sein, ein schöner Gedanke.

(Bildquelle: Wikipedia)

Freitag, April 02, 2010

Tübingen zum Quadrat

Tübingen zum Quadrat
Viele Jahre habe ich in der Stadt Tübingen verbracht. Mit etwas über 82.000 Einwohnern ist es eine lebenswerte Stadt, bei der man fast noch das Gefühl hat, alle irgendwie zu kennen.
Die Erde hat heute eine Bevölkerung von 6,8 Milliarden Menschen, das kann man sich nicht vorstellen. Aber man kann sich folgende einfache Regel überlegen, würde jeder Bürger Tübingens eine Stadt der Größe Tübingens gründen, dann haben wir genau die Weltbevölkerung in solchen Städten untergebracht.

Die Welt ist also Tübingen zum Quadrat!

Dienstag, März 23, 2010

Energie als Währung

MWh
Neue Leitwährung Energie
Die aktuelle Diskussion um die Stabilität von Währungen verunsichert viele. Es ist offensichtlich, dass hinter den Währungen Euro oder Dollar nur die versprechen stehen, dass keine besondere Inflationierung der jeweiligen Währung erfolgen wird und damit die Kaufkraft hinreichend stabil bleibt um damit Handel zu treiben.
Leider ist es um die Glaubwürdigkeit der Politik nicht zum Besten bestellt.
Viele Menschen glauben, Gold sei da ein sicherer Hafen, aber da gibt es zwei Probleme: Gold hat praktisch keinen inneren Wert und Gold kann nahezu beliebig vermehrt werden wenn der Goldpreis ansteigt. Es gibt eine Regel aus dem Bergbau von mineralischen Rohstoffen, dass eine Verdopplung des Preises eine Verzehnfachung der Förderung erlaubt. Dem liegen einfach nachzuvollziehende Naturgesetze zugrunde.

Was bleibt dann?
Es gibt nur ein Gut, das immer einen Wert hat und das ist Energie! Mit Energie kann man die Entropie senken und damit Wohlstand schaffen. Alles, vom Gold bis zum Bit, benötigt Energie für die Herstellung.

Energiepreis in Arbeitsstunden
Um 2010 200kWh inklusive ins Haus geliefert zu bekommen muss man 209 Minuten arbeiten, vor 50 Jahren waren es 607 Minuten (Quelle: Institut der Wirtschaft in Köln). Das Realeinkommen hat sich in der Zeit um den Faktor 3,9 vergrößert. Wie man sieht ist damit der Energiepreis ein sehr guter Indikator für Werte.

Also werden Verträge mit einer Rückversicherung auf Energie gemacht. Als Basis dient die Megawattstunde Strom. Lieferort ab Landesgrenze oder so ähnlich.

Alles andere ist keine harte Währung.

Nachtrag: Inzwischen habe ich im Internet einen Artikel zum Thema von 1938/2007 gefunden Harold Fezer

Hier gibt es Solarcoins

Zum Weiterlesen im Blog: Blockchain und Bitcoins

Samstag, März 20, 2010

Google Lotto

Google Lotto
Eine spannende Frage ist, was schauen sich andere Leute im Internet an und was merken sie sich dann als Bookmark.
Das kann man natürlich nicht direkt erfahren, aber mit dem neuem Service "Shorten URL" von Google, hat man eine Chance!
Findet man eine längere Webadresse, kann man diese mit einem Click abkürzen und erhält eine kurze URL, die nach Grönland verweist. Dort steht der Server goo und mit der Länderkennung gl für Grönland hat der Server den netten Namen goo.gl.
Ein Beispiel für solch eine eisige Seite ist: http://goo.gl/awjC
Und jetzt kommt der Trick, versuchen Sie es mit einer beliebigen anderen vierstelligen Buchstabenkombination hinter dem / und etwa jede vierte Seite liefert eine nette Überaschung.

Dienstag, Februar 23, 2010

Windkraft plus Kernkraft

Windkraft plus Kernkraft
In Deutschland gilt es ja als politisch korrekt für Windkraft und gegen Kernkraft zu sein. Aber da gibt es ein kleines Problem, manchmal weht der Wind nicht so richtig. Dann werden Kohle und Gaskraftwerke hochgefahren. Das ist ökologisch unlogisch. Zudem ist es so, dass Kernkraftwerke 24 Stunden durchlaufen, ob jemand Strom braucht oder nicht, sogar wenn viel Wind weht. Es ist klar, abschalten für ein paar Stunden ist problematisch.

Gibt es eine Lösung?
Ja, der Reaktor bleibt an, die Turbine wird abgeschaltet und der heiße Dampf schmilzt einen Kessel mit Salz. Ist dieser Kessel richtig groß, kann man mühelos einen oder mehrere Tage die Energie in Form von Wärme speichern. Die Technologie kommt von den thermischen Solarkraftwerken und ist dort erprobt. Ist dann bei den Windkraftwerken Flaute, laufen mehrere Turbinen bei den Kernkraftwerken an, die die fehlenden Gigawatt in das Netz einspeisen.

Aufwand gering
Der technische Aufwand ist gering, und da nicht in den nuklearen Bereich eines Kernkraftwerks eingegriffen wird, sollte die Genehmigung auch kein Problem sein. Der sehr große Vorteil ist, dass tatsächlich wesentlich mehr Windkraft genutzt werden kann als heute, ohne dass es zu massiven Netzproblemen kommt. Die einzige "Kröte", die die Windenergiefans schlucken müssen, ist, dass die bestehenden Kernkraftwerke nützlich sind. Den Kernkraftbetreibern kann man zurufen, nutzt die von Trittin zugewiesene Restlaufzeit sinnvoll und erzeugt nicht nutzlosen billigen Nachtstrom.

So können zwei Innovationen sinnvoll verschmolzen werden!

Sonntag, Februar 21, 2010

Wer braucht CAPS LOCK?

Wer braucht CAPS LOCK?

Als die Sekretärin noch mit der Taste "_" die Überschrift unterstrich, und diese in gesperrten Großbuchstaben schrieb, da war die Taste "dauerhaft auf Großbuchstaben umschalten" sehr hilfreich!
Heute ist die Welt eine andere, all die Möglichkeiten einen Text zu gestalten kann man mit der Maus aktivieren. Und doch ist immer noch diese Taste links neben dem kleinen Finger, und es ist sogar die größte Taste zum Schreiben. Jedesmal wenn man sie versehentlich berührt, schreibt DER rECHNER ALLES GRO? (Ja so sieht das aus wenn man es nicht korrigiert, "der Recher alles groß")

Warum ist die Taste nicht im Normalbetrieb stillgelegt? Auf meiner Tastatur habe ich die Taste herausgerissen und lebe damit bestens, ich habe festgestellt, dass ich sie wirklich nie brauche. Bis ich den Rechner mal zur Reparatur eingesendet hatte, dann wurde promt die Tastatur ausgetauscht. Also nochmals die Taste entfernen.
Besonders schlaue Rechnernutzer könne diese nervige Taste natürlich in der Regedit* abschalten. Ich habe das auch versucht, aber genau bei meiner Konfiguration war es NICHT MÖGLICH:
Wie gut, dass die anderen sinnlosen Tasten wie etwa "Rollen" (wozu ist die gut?) im Abseits liegen und keinen Chaos anrichten wenn man sie versehentlich berührt.

So ist die Innovation Feststelltaste zu einem Hindernis für jeden Computernutzer geworden, auch das Abschaffen wäre jetzt eine Innovation.

*So sollte es gehen:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout]
"Scancode Map"=hex: 00,00,00,00, 00,00,00,00, 02,00,00,00, 00,00,3A,00, 00,00,00,0000,00,3A,00, 00,00,00,00
mehr unter Wikipedia

Samstag, Februar 06, 2010

Error 404 bei Aldi


Error 404 bei Aldi
Heute staunte ich nicht schlecht, als mein Sixpack Mineralwasser eine halb leere Flasche hatte. Aber ein Blick auf die Banderole klärt den Webjunkie sofort auf. Es liegt natürlich ein Error 404 vor, Inhalt der Flasche nicht auf dem Server gefunden, Objekt nicht verfügbar oder so ähnlich.

Man sollte einfach keine solche Unglücksnummer vergeben, oder lag es daran, dass ich im Autoradio auf der Rückfahrt etwas über Voodoo im Deutschlandradio gehört hatte?

So hat jedes Zeitalter seine Buzzwords und viele Innovation ihre Zahl:
0815, 4711, 0190, ...

Dienstag, Februar 02, 2010

Bemannte Raumfahrt

50 Jahre bemannte Raumfahrt und Schluss
 Im Jahr 1961 als Juri Gagarin in dieser Stahlkugel die Erde umkreiste wurde ich geboren, zu meinem 100/2 Geburtstag wird vermutlich für lange Zeit der letzte Amerikaner in das Weltall katapultiert. Was haben Menschen dort oben erreicht? Sie konnten zeigen, dass irdische Technik Menschen in eine Umlaufbahn um die Erde senden kann und sogar ein Flug zum Mond möglich ist. nachdem dies gezeigt wurde, steht bei den immensen Kosten die Frage im Raum, kann der Mensch irgendetwas sinnvolles dort oben tun? Nein!

Inzwischen ist es auch dem Amerikanischen Präsidenten Barack Obama aufgefallen, dass es außerhalb der Erde nichts für Menschen zu holen gibt. Alle wichtigen Aufgaben, die man im Weltall erledigen kann, SatTV und WetterSat, GPS und GoogleEarth, Hubble und Viking, Pioneer I und II und hundert andere Aufgaben, gelingen perfekt, ohne dass ein Mensch in dem Raumfahrzeug sitzt.

Vor 50 Jahren gab es keinen Mikroprozessor der das alles hätte steuern können, aber inzwischen hat sich die Rechenleistung der Computer um den Faktor 2 hoch 25 = 32.000.000 vergrößert (Moore´s Law), die des Menschen nicht. Daher ist es heute möglich auf einem Saturnmond weich zu landen, wie die ESA, die keine bemannte Raumfahrt hat, zeigen konnte.

Vielleicht wird das Ende der US Astronauten den Anfang des Roboter Zeitalters markieren!
Ich begrüße Obamas Entscheidung, nur durch das Ende von altem Denken kann Neues entstehen, Innovationen die uns eine humane Zukunft bescheren.

Mittwoch, Januar 20, 2010

4PI

4PI
Die Welt besteht aus Teilchen und Kräften. Wenn es anziehende Kräfte sind, dann bilden sich Kugeln, etwa die Schwerkraft führt zu Sonne, Mond und schwarzen Löchern, alles Kugeln. Oder die Kernkraft, dann entstehen Atomkerne oder Neutronensterne (hier Schwerkraft+Kernkraft).
Oder die Kräfte sind abstoßend, wie die dunkle Energie, dann strebt alles auseinander wie im Weltall.
Staunen muss man, dass es etwas anderes als Kugeln in diesem Universum gibt. Es sind die Atome, bei denen das Elektron zwar vom Atomkern angezogen wird, aber aufgrund der Quantelung des Phasenraums kurz vor dem Aufschlag halt macht und in einer Wolke um den Kern existiert. Und diese Wolke kann, erstaunlicherweise, in einer anderen Form als in Kugelsymmetrie existieren und damit gibt es Chemie und Festkörper und Nichtkugelförmiges wie Menschen und Innovationen!

Kooperation Google Microsoft

Kooperation Google Microsoft
Nachdem Microsoft offensichtlich immer noch Sicherheitsprobleme mit HTML hat, muss natürlich Werbung für die Produkte gemacht werden. Doch dummerweise wird der Werbemarkt von Google im Internet dominiert. Also schaltet man, wohl oder übel, Anzeigen im Google Adword Netzwerk. So auch auf der Seite http://winfuture.de/news,52943.html, da dort doch das Stichwort Microsoft im Text erscheint. Die Folge ist eine nicht wirklich optimal platzierte Anzeige für Microsoft Groupware.
Aber Halt, genaugenommen hat natürlich ein Mitbewerber die Anzeige geschaltet, er nutzt optimal den Kontext, der Leser ist verwirrt.

Sonntag, Januar 10, 2010


Die Shortcuts werden länger
Es gibt zwei Arten von Computerbedienern, jene, die alles mit der Maus machen und die Nerds, die für alles einen Shortcut kennen. Ich kenne zwar nicht alle, aber inzwischen stelle ich fest, dass ich immer mehr Fingergymnastik benötige um Funktionen über die Tastatur einzugeben.
So kann man mit [ALT][F4] ein Fenster unter Windows schnell schließen. Hat jetzt aber ein Rechner die Funktionstasten nur noch über eine spezielle Wechsltaste [Fn] erreichbar, muss man schon auf [Fn][Alt] und gleichzeitig [F4] klicken. Soll ein Browserfenster den ganzen Bildschirm füllen, ist [F11] eine gute Wahl, zusammen mit der abgelegenen [Fn] Taste aber eine Zumutung.
Ich habe den Eindruck, dass kaum ein Produktdesigner noch an die Arbeitsweise mit Shortcuts und Funktionstasten denkt, dabei kann man damit wirklich viel schneller arbeiten. Wichtig aber auch, wenn man nur eine Hand frei hat, weil man etwa beim Frühstück schon durch die Zeitungen surft!
Manchmal ist man sogar darauf angewiesen, wenn ich unter Windows7 das "intelligente" Touchpad falsch berühre, ist plötzlich alles am Bildschirm extrem vergrößert, zurück geht es am einfachsten über [ALT][0] zumindest auf meinem Rechner.

So schön die Innovation des Shortcut war, so gefährdet ist sie in der Mausklickwelt.

Mittwoch, Januar 06, 2010


FirstCopy für Texte
 Nach 500 Jahren Buchdruck wird es immer schwieriger, das Copyright durchzusetzen. Sehr viele Texte werden aber nur geschaffen, um in der Wissenschaft neues Wissen zu verbreiten. Kaum ein Wissenschaftler kann von den Einnahmen aus seinen Büchern leben, ganz zu schweigen von den Artikeln. Allerdings ist es wichtig, dass man einen Text einem Autor zuordnen kann. Andernfalls ist nicht klar, wer einen Gedanken zuerst publiziert hat.

Ich schlage vor, einen Webserver aufzubauen, auf dem jeder ein Backup seiner Texte gegen eine minimale Gebühr hochladen kann. Der Text wird dann mit einem Zeitstempel und einer digitalen Signatur versehen. Jeder kann sich dann im Streitfall eindeutig auf seine Erstveröffentlichung berufen, wenn das Dokument auf diesem FirstCopy Server liegt. Gute Arbeit wird sicher in der Wissenschaft durch gute Positionen belohnt.

Auf neue technische Entwicklungen sollte man nicht mit Strafen sondern mit Ideen und Innovationen reagieren!

Sonntag, Dezember 27, 2009



Überall Blaulicht
Nein, nicht hier ist weder Polizei noch Feuerwehr, Leuchtdioden sind heute fast immer blau. Dabei waren Leuchtdioden früher immer rot, da diese Farbe am einfachsten mit einem Halbleiter zu realisieren ist.
Ich erinnere mich noch an meinen Betreuer der Diplomarbeit, der versucht hatte eine blaue Leuchtdiode herzustellen. Was nicht weiter verfolgt wurde, da es nur eine Anwendung gab, das Signallicht für Fernlicht, das aus unerfindlichen Gründen blau sein muss.

Jetzt wo es das Licht schon mal gibt, und wo jeder blaues, kaltes Licht mit cool assoziiert, muss alles mit blauen Leuchtdioden bestückt werden. Insbesondere Kontrolllichter, der USB-Hub hat eine so helle Leuchtdiode, dass ich die bereits zugeklebt habe. Genau so wie mein Navi im Auto, das eine extrem helle blaue Leuchtdiode hat, inzwischen auch zugeklebt. Wer will schon immer Fernlicht.
Zudem muss natürlich ein USB-Stick blau leuchten wenn er 8 GB hat und nicht zu vergessen, der Netzstecker meines neuen Dell-Laptops.

Vor über hundert Jahren gab es die blaue Blume der Romantik, heute die blaue Diode der Prosaik.

Somit ist die Erfindung blaue LED zur Innovation geworden, Leitlicht der Gegenwart

Weitere "sinnvolle" Anwendungen blauer LEDs:


Und wo leuchtet es bei Ihnen unerwartet blau?

Freitag, Dezember 25, 2009

Genotyp und Phänotyp

Genotyp und Phänotyp
In der Biologie erleben wir, wie aus einer Vielzahl von Genen ein Lebewesen entsteht.Viele Menschen können sich diesen Prozess, der eine Kopplung von Erbsubstanz und physikalischen Gesetzen ist, schwer vorstellen.
Heute will ich ein Beispiel geben, wo das Gen so groß ist, dass man es sehen kann. Es ist eine Sprinklerdüse, wie sie vielfach für die Bewässerung in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Sie besteht aus einer kleinen Wasserdüse, weiß im Bild zu sehen und einem Kegel, violett, der sich im Wasserstrahl dreht und damit das Wasser in alle Richtungen verteilt. Der Kegel sitzt auf einer Achse in der blauen Halterung und dreht leicht, da in Silikon gelagert.
Betreibt man diesen Sprinkler in zwei Meter Höhe bei Minusgraden, entsteht eine bemerkenswerte Eisfigur.
Unterhalb des Sprinklers bildet sich Eis, es entsteht ein nach oben zeigender Kegel, der durch den Aussprühwinkel bestimmt wird. Radial, von der blauen Halterung weg, entstehen zwei Eiswülste, da dort der harte Wasserstrahl abgeschirmt wurde. Fällt die Temperatur weiter, friert der violette Kegel fest und ein Eishorn entsteht, das im Bild nach Links zeigt.
All dies, der "Phän", entsteht aufgrund des "Gens" Sprinkler, der Wasserdruckenergie und dem Temperaturverlauf. Wer hätte das gedacht, wenn er nur den Sprinkler gesehen hätte. Das ist das Grundprinzip, wäre das System noch "etwas" weiter entwickelt, könnte es kleine Sprinkler erzeugen und so weiter, aber das ist Leben und das ist einfach noch etwas komplexer.

Gute Innovationen erzeugen mit kleinem Aufwand große Wirkung!
Mehr Bilder auf der Seite von Gletscherprojekt.de.

Dienstag, Dezember 22, 2009

Ein Eiskristall und die Nanowelt

Ein Eiskristall und die Nanowelt
Nach der Eisnacht am 20. Dezember konnte ich mit meinem Aldi-Mikroskop (29 Euro!) dieses schöne Bild eines Schneekristalls aufnehmen.
Eiskristalle erzählen in ihrer Form, wie sie entstanden sind, zuerst ein sechseckiges Blättchen in der Mitte, das ist in großer Höhe bei sehr tiefen Temperaturen (ca. -30°C) entstanden. Während des Fallens durch feuchte kalte Luft kamen die sechs Arme dazu. Von diesen Armen haben sich gleichförmig Abzweige gebildet, mal dicker, mal dünner, je nach Umgebung. Und dann wieder große Strukturen und zuletzt eine Abrundung an einigen Ecken.
Die Geschichte könnte man aber auch umdrehen. Man wünscht sich eine bestimmte Flockenform und jetzt baut man eine Röhre, in der die entsprechenden Temperatur und Feuchtigkeitsbedingungen herrschen. Nach dem Passieren der Röhre hat man die entsprechende Struktur.

Alles ist möglich
Mit etwas Phantasie kann man praktisch jede beliebige Struktur im Mikrokosmos realisieren. Als Zutat kommen natürlich auch andere Stoffe in Frage, vielleicht auch als Basismaterial! Das Fallen in der Röhre könnte in einem tiefen Schacht erfolgen, alle paar Meter sind Heizelemente und Befeuchter, steuerbar, angebracht. Nano-Technik fast mit Lowtech.

Innovationen nehmen oft die Anregung aus der Natur und drehen die Prozesse einfach um.

Sonntag, Dezember 06, 2009

Was ist ein Fotoapparat?

Was ist ein Fotoapparat?
Ein Fotoapparat ist ein Gerät mit dem man Bilder aufzeichnen kann. Ist das wirklich die einzige Funktion und machen die Meschen wirklich nur die Bilder um sie später wieder anzusehen? Als ich gestern auf dem Weihnachtsmarkt sah, wie Väter ihre Kinder hochhoben, damit sie die Advents-Musiker besser sehen, kam mir ein anderer Gedanke. Vielleicht wollen wir unserem geliebtem Fotoapparat einfach die Welt zeigen, so wie wir unseren Kindern die Welt zeigen wollen?

Ein Fotoapparat ist ja ein geliebter Gegenstand, ich habe schon Menschen erlebt, die bis zur Hochzeit keinen anderen Partner hatten. Der Film wurde gewickelt und eingelegt, die Linse geputzt, alles in feines Leder gepackt, der Apparat vorsichtig getragen, vor sich her getragen und hochgehoben wenn es was interessantes zu sehen gab.

Manche Menschen nehmen die Welt gerne durch die Augen von Kindern war, viele durch das Objektiv ihres Fotoapparats, beide können später von den Erlebnissen erzählen. Inzwischen glaube ich, dass die Fotografie mehr ist, als nur das Aufzeichnen von Bildern, es ist der Wunsch der Menschen den Kindern die Welt zu zeigen.

Fast jede erfolgreiche Innovation befriedigt sehr tief liegende Bedürfnisse, ist es beim Fotoapparat der Wunsch den Kindern etwas zu zeigen?

Samstag, November 28, 2009

Gezielter Medienbruch
Das Informationszeitalter hat ein Ziel, Medienbrüche zu vermeiden, denn jeder Medienbruch kostet menschliche Arbeitskraft. Und menschliche Arbeitskraft ist teuer.
In den letzten Wochen gab es bei Lidl sowohl ein preiswertes Keyboard als auch einen günstigen Laptop, dieser war zwar fünfmal teurer als das Keyboard, dafür hat er nur ein Fünftel des Gewichts. Aber das tut hier nichts zur Sache.


Entscheidend ist hier die Kombination: Auf dem Keyboard steht der Laptop um die Noten aus dem Internet anzuzeigen. Der Musiker hat jetzt das Vergnügen, die Noten abzutippen, oder, wie man so schön sagt, das Stück zu "spielen".


Wäre nur all die Arbeit (altdeutsch für Plage) der Dateneingabe ein Spiel, die Menschen würden alle glücklich.


Im Moment wird nur der Autor glücklich, er darf, dank der Innovation, spielen

Donnerstag, November 26, 2009


Schutz vor Korruption
Nichts scheut ein korrupter Politiker oder Angestellter mehr als die Öffentlichkeit. Die Öffentlichkeit wird heute durch Internet hergestellt. Aber Internet ist normalerweise kein besonders anonymer Platz, daher vertraut niemand gerne Geheimnisse dem Internet an.

Jetzt gibt es aber eine erstaunliche Website: http://wikileaks.org/
Dort kann jeder anonym und über ein Land mit großer Pressefreiheit (Deutschland gehört nicht dazu) seine vertraulich Information weitergeben. Und jeder Mensch kann dann diese Information lesen. Dies wird global eine Veränderung bewirken. Diese wird größer sein als alle bisherigen Programme zur Bekämpfung der Korruption. Warum, weil viel mehr Menschen einen Beitrag leisten können.

Ich ziehe meinen Hut vor dieser mutigen Innovation!

Montag, November 23, 2009

Alte Männer
Internet ist inzwischen ein Medium für alle, aber einige ältere Entscheidungsträger haben das Internet noch nicht verstanden. Und ein besonders krasses Beispiel ist Rupert Murdoch (78). Er will zusammen mit Steve Ballmer Google killen, indem die Inhalte von Murdochs Medienimperium nicht mehr bei Google gefunden werden! (Quelle: FAZ)

Jubel bei allen, die viel Geld ausgeben, um in den Suchergebnissen vor Murdochs Medien zu stehen. Ach ja, Murdoch will seine Resultate bei der unbekannten Suchmaschine Bing (5% Marktanteil) anzeigen.

Wenn ich mir vorstelle, dass hier nur die Spitze des Eisbergs sichtbar wird und sehr viele andere Unternehmen, genaugenommen, deren Führungsspitze, das Internet so wenig verstehen, dann gute Nacht!
Die im Dunklem sieht man nicht. Wer nicht gefunden wird ist im Internet nicht existent.

Nur mit einer innovativen Suchmaschine kann man Google schlagen, nicht durch Dummheit!


Montag, November 16, 2009

Schweinegrippeimpfung gegen H1N1
Aus Gründen der Vorsorge und der sozialen Verantwortung, wer will schon für eine gefährliche Mutation Brutstätte sein, habe ich mich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Man darf zuerst ein Formblatt unterschreiben, auf dem man die Nebenwirkungen kennenlernt, sortiert nach häufig (1:10) bis selten (1:1000). Alles überschaubar. Ich hatte dann die häufige Nebenwirkung in meinem linken Arm, dem Impfarm. Er tat etwas weh und in der Nacht wollte ich mich nicht auf ihn legen. Zudem war ich in den ersten 12 Stunden nach der Impfung schlapp, so dass ich eine Abendveranstaltung versäumt habe.
Alles in allem sicher weniger unangenehm als eine richtige Erkrankung.
Erstaunlich wie schnell heute Impfstoffe bereit stehen, da wurde in der Medizinforschung sehr lange optimiert.
Impfstoffe zählen zu den wichtigsten
Innovationen der Menschheit!

Mittwoch, November 04, 2009


Solarenergie aus der Wüste
Genau am Vorabend der Gründung der DII, Desertec Industrial Initiative, habe ich zufällig im Studium Generale an der Hochschule Furtwangen einen Vortrag zum Thema "Solarenergie aus der Wüste" gehalten.
Die vielen Besucher haben mir gezeigt, dass das Interesse an dieser neuen Form der Energiegewinnung groß ist. Mein Versuch, aufzuklären, dass man mit Photovoltaik in Deutschland nicht genügend Strom für das ganze Jahr produzieren kann, ist hoffentlich bei vielen angekommen.
Wer es nicht glaubt, möge des Video anschauen, ich freue mich auf Kommentare.
Wenn Innovationen in der Luft liegen spüren das viele Menschen.


Hinweis: Ein ähnlicher Vortrag für die USA wie er am MIT von Roger Angle vorgetragen wurde.


Donnerstag, Oktober 29, 2009


Dreimal richtig erkannt!
Google sieht Gesichter
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur künstlichen Intelligenz ist das Erkennen von Gesichtern. Lange Zeit galt dies, ähnlich wie Schachspielen, als künstliche Intelligenz. Jetzt ist es so weit, jeder kann mit der Software Picasa 3.5 seine digitalen Fotoalben nach Gesichtern durchsuchen lassen. In der Software kann man dann einem Gesicht einen Namen zuordnen und alle weiteren Gesichter, die ähnlich aussehen, werden als die gleiche Person erkannt!
Das Verblüffende ist die sehr hohe Trefferrate, insbesondere, nachdem man einige richtige Treffer bestätigt hat, lernt das Programm schnell weitere Gesichter einzuordnen.
Für mich ist es zudem ein faszinierendes Spiel die Gesichter wieder zu erkennen, manchmal ist da der Rechner fast besser als ich!
Die Version Picasa 3.5 ist erstaunlicherweise nicht direkt bei Google freigegeben, aber über den folgenden Link kommt man hin:
Download
Eine Innovation, die ein wesentlicher Schritt zur Weiterentwicklung von Suchtechniken ist.

Sonntag, Oktober 25, 2009


Meine Quelle

Meinen ersten Taschenrechner, dreistellige Fluoreszenz-Anzeige, drei feste Nachkommastellen, habe ich 1972 bei Quelle für 89 DM erworben, damit konnte ich als Bastler später einen elektronischen Zähler bauen. Zwei Jahre später kam der erste programmierbare Taschenrechner ins Haus, 72 Programmschritte inklusive GOTO und IF, 10 Speicherplätze, mithin 128Byte Hauptspeicher. Damit habe ich das Programmieren gelernt, Abspeichern war nicht möglich, alle Befehle wurden als Zahlencode eingegeben. Das Wunderwerk kostete damals sensationelle 199,--DM, mein Vater hat mir bei der Zahlung geholfen. Die erste LED-Quarz-Armbanduhr war natürlich auch von Quelle, genauso wie die Spiegelreflexkamera (1974).


Quelle war für mich der Inbegriff der aktuellen, bezahlbaren Technik. Jeden Katalog habe ich sofort nach den letzten Neuheiten durchstöbert, so gab es bereits Anfang der 70er Jahre eine Quarzuhr mit Solarzellen, 999 DM.


Irgendwann wurde Quelle für mich von Vobis abgelöst und das Unternehmen hat für mich verloren, da es nicht mehr ganz vorne war.


Innovationen verkaufen ist ein ganz wesentliches Element gewesen, das dieses Unternehmen vergessen hat.

Donnerstag, Oktober 08, 2009


Quengel - Piep - piep
Menschen reagieren auf Quengeln sehr schnell, ist sicher ein Instinkt, der uns viel geholfen hat.
Heute hat man aber bald das Gefühl, dass mehr Maschinen quengeln als Kinder, der Übergang in die Roboterwelt?
Eben hat die Waschmaschine gepiept, sie ist Fertig und wenn ich sie nicht beachte, wiederholt sie das in ein paar Minuten, solange bis ich die Tür öffne, ja schnell in den Waschraum eilen. Und in der Ferne höre ich den Kühlschrank piepen, erst wenn ich seine Türe schließe ist er wieder ein stummer, summender Diener.
Schon piept der Herd, fertiggebacken, Fleisch weich, piep, piep der Eierkocher, Eier hart.
Piep das Handy, Akku leer, piep das andere, Akku voll. Mit Piep aufgewacht, mit Piep ins Bett gegangen.
Noch können die Geräte nicht sprechen, so wie mein Kleiner, aber melden tun sich beide, piep eine neue Innovation wurde gezwitschert bis zum Twitter.

Dienstag, September 22, 2009

Second Buy



Second Buy
 Wenn ich bequeme gute Schuhe gefunden habe, dann halten diese mehrere Jahre. Nach fünf Jahren wollte ich meine gut abgelaufenen Sandalen wieder kaufen, im größtem Outlet Center bei San Francisco ist mir dies nicht gelungen. Völlig anders im Internet: Hier ist es mir gelungen, aber es war mühsam. Mit den Stichworten "Magnetverschluss" und "Clarks" hatte ich glücklicherweise sehr spezifische Suchbegriffe. Mit der Bildersuche bei Bing.com sah ich nach einiger Zeit auch fast genau das Produkt das ich wollte. Die Bestellung und Lieferung der Schuhe lief dann problemlos.

Wenn jeder Artikel wenigstens eine eindeutige Nummer, ähnlich der ISBN bei Büchern hätte, könnte man im Internet einen Service für "Second Buy" einrichten. Wichtig ist natürlich, dass die Nummer auch noch nach Jahren lesbar ist, möglicherweise ist hier RFID sinnvoll. In der Internet Website von "Second Buy" wird der Artikel, oder das ähnlichste Nachfolgemodell in einer Datenbank bereit gehalten. Erstaunlicherweise eine Geschäftsidee, die noch nicht umgesetzt wurde.
Wann wird diese logistische Innovation Fuß fassen?

Anmerkung 2013/11
Inzwischen ist es schlimmer geworden, vorhandene Produkteigenschften werden in Echtzeit entfernt
https://www.linkedin.com/today/post/article/20131121160440-95015-when-product-features-disappear-amazon-apple-tesla-and-the-troubled-future-for-21st-century-consumers

Samstag, September 19, 2009



Das längste Militärmuseum

 Heute hatte ich das Vergnügen, mit der Sauschwänzlebahn (Wutachtal Bahn) im dampflockgezogenem Zug zu fahren. Diese unglaubliche Bahnstrecke überwindet, bei einer Luftlinie von 9,6 km, 230 Höhenmeter auf 25km Gleis, Brücken und Tunnel in nie gesehener Dichte. Man glaubt, hier hätten sich Modellbahn-Enthusiasten in "real world" ausgetobt. Die Wahrheit ist, es waren die Militärs, die 1890 eine strategisch wichtige Verbindung gebaut haben, und die NATO hat die Strecke 1967 sogar nochmals aufgemöbelt!
Heute ist es die schönste Tourismusattraktion, neben anderen, deutlich älteren Militäreinrichtungen wie Burgen, Mauern und Brücken in aller Welt. Welche Militäreinrichtungen werden die Menschen in 100 Jahren vergnügt genießen, Panzerfahren, Jetfliegen und ähnliches gibt es schon mancherorts.
Die Innovationen des Militärs sind so dann zumindest manchmal eine erfreuliche Erscheinung.

Mittwoch, September 16, 2009

Piraten entern Alexa
Auf alexa.com kann man eine neutrale Statistik über die Seitenaufrufe verschiedener Websites erhalten. Vor der Wahl ist natürlich spannend, wie sich die Parteien schlagen. Und die Überaschung ist perfekt, mit Abstand an Platz 1 liegt die Partei PIRATEN. Das sind die Menschen, die Internet ernst nehmen.
Allerdings genügen Seitenaufrufe nicht um eine Wahl zu gewinnen, noch nicht möchte man sagen, denn Internet ist ein demokratisches Medium. Wenn alle Internetbürger geworden sind, wird es ein Spiegelbild der Welt.
Eine neue Partei weckt wie alles Neue und Innovative die Neugier!
Die Wahl wird jedenfalls spannend.



Sonntag, September 06, 2009



Hallenbad 2.0
Wer kann sich schon ein Hallenbad leisten? Eigentlich jeder, der mindestens 100m² Rasenfläche hat! Jetzt im schönem Herbstwetter kühlt der Badepool (Aldi, Easypool, 99€) Nachts sehr ab, aber es gibt Abhilfe. Mit zwei großen Malerplanen, à 50m² für 1,95€ und einem Tischventilator kann man ein schönes, aufblasbares Zelt erzeugen. Der Rand wird mit etwas Steinen oder Gartenschlauch abgedeckt. Mit minimalen Überdruck, weit unter 1µBar, bleibt die Folie oben, auch Löcher spielen keine große Rolle.
Mit der Herbstsonne wird es extrem schnell sehr warm im "Hallenbad 2.0", dem Mitmachhallenbad.
Ich bin gespannt, wann diese Erfindung ein Produkt auf dem Markt wird und als Innovation die Gärten erobert.

Upodate: So geht es noch besser, mit GardenIgloo und Planschbecken

Mittwoch, September 02, 2009

Glühbirne verglüht
Seit 1. September 2009 wird zurückgeleuchtet, volles Leuchtstoffrohr.

Eigentlich will ich da nicht polemisch werden, aber es ist schon erstaunlich, was das Gesetz fordert. Glühbirnen werden verboten. Warum? Ein gewisser Energieeinspareffekt ist möglich, aber warum werden dann nicht zuerst Elektroheizungen verboten? Diese wandeln 100% des Stroms in Wärme um und nicht "nur" 95% wie eine Glühbirne, die nebenbei noch Licht erzeugt.

Glühbirnen sind die einzige (gebräuchliche) künstliche Lichtquelle mit einem kontinuierlichen Spektrum. Warum ist das entscheidend? Wenn ich mit einer Leuchtstoffröhre, die heute oft zu Energiesparlampen gebogen ist, Licht erzeuge, hat dieses Licht Spektrallinien. Liegt so eine Linie nicht exakt auf der Wellenlänge der roten Tomatensoße, dann sehen die Spagetti grau aus.

Und das ist das Problem! Der Mensch hat ein sehr empfindliches Sehen, wenn es um Farben von Nahrungsmittel geht, der Unterschied zwischen genießbar und verdorben ist oft gering. Sparlampen lassen Lebensmittel verdorben aussehen. Ja daran wird man sich gewöhnen müssen. Ob es die geringe Einsparung an Energie gerechtfertigt soll doch der Verbraucher selbst entscheiden.

Weitere zukünftige Entscheidungen
  • Maximal 5 Minuten Duschen (reicht zum Säubern)
  • Vollbad nur für Kranke
  • Raumtemperatur auf 17°C (War so in Rumänien vorgeschrieben)
  • Hände kalt waschen
  • Nur noch 3Liter Autos
  • usw.
Nebenbei bemerkt, jeder dieser Vorschläge würde mehr Energie sparen als das Glühlampenverbot.

Die Glühbirne ist eine der wichtigsten Innovationen der Industriegeschichte. Ich fordere Denkmalschutz für sie.

Montag, August 24, 2009

Das Internet im Grundgesetz


Das Internet im Grundgesetz
Seit 1. August 2009 steht das Internet im Grundgesetz. Natürlich wird das Wort Internet nicht erwähnt, ein Gesetzgeber ist ja immer völlig neutral. Daher lautet der §91c

(1) Bund und Länder können bei der Planung, der Errichtung und dem Betrieb der für ihre Aufgabenerfüllung benötigten informationstechnischen Systeme zusammenwirken.
(2) Bund und Länder können auf Grund von Vereinbarungen die für die Kommunikation zwischen ihren informationstechnischen Systemen notwendigen Standards und Sicherheitsanforderungen festlegen....
(3) Die Länder können darüber hinaus den gemeinschaftlichen Betrieb informationstechnischer Systeme sowie die Errichtung von dazu bestimmten Einrichtungen vereinbaren.
(4) Der Bund errichtet zur Verbindung der informationstechnischen Netze des Bund ein Verbindungsnetz....

Der Wortlaut sollte eigentlich auch im Internet unter http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_08.html nachzulesen sein. Aber die Seite des Bundestags ist heute, 24 Tage nach dem Inkrafttreten noch nicht up to date.
Das Internet ist also erwachsen geworden und in Deutschland Teil des Grundgesetzes. Damit ist eine Innovation abgeschlossen.

Freitag, August 21, 2009

Eine europäische Suchmaschine?



Wenn Europa eine Suchmaschine baut
Heute lese ich in der FAZ, dass die Franzosen es vorziehen, ihre Bibliothek von Europeana scannen zu lassen, bevor das die "bösen" Googler tun. Ein guter Grund mal auf Europeana zu suchen, als erstes Ego-Suche nach Heindl. Resultat: 197 Ergebnisse!!

Aber: Alle 197 Ergebniss verweisen auf das gleiche Deckengemälde von Andreas Heindl aus dem Jahr 1719. Doppelfundstellen dieser Anzahl habe ich noch nie gesehen.

Zweiter Versuch: Tübingen, ca. 300 Ergebnisse und unter den ersten vier Fundstellen: zweimal "Festliches Formgebäck", genug, da muss entweder noch sehr viel Arbeit geleistet werden, oder die Innovation einer weltweiten Suche geht an Google. Nett wäre noch zu erfahren, was zum Logo von Europeana inspiriert hat, Goo...

Freitag, August 14, 2009

Statistik Visualisieren
Wer noch immer glaubt, Statistik ist langweilig, der hat noch nicht mit dem Visualisierungstool von Gapminder gespielt. Zum Einem hat dieses Tool unglaublich viele Daten über die Welt vorrätig und zum Anderen zeigt es auf leicht erlernbare Weise, wie sich die Daten verhalten. Ich bin über einen Vortrag von Hans Rosling darauf gestoßen. Er hat die Daten gesammelt und so schön aufbereitet, dass es Spass macht, damit zu spielen!
Einfach mal selber ausprobieren, am besten davor den Beispielfilm rechts ansehen.

Auch die Wiedergabe von Information kann eine Innovation sein.

Sonntag, August 09, 2009

Hurrikane besser stoppen als Bill Gates
Wie man der Presse entnimmt, hat Bill Gates mehrere Patente zum Abschwächen von Hurrikanen angemeldet. Nachteil, es müssen hunderttausend Hochleistungspumpen in der Karibik installiert werden, die kaltes Wasser hochpumpen.
Eisberge sind viel besser:
Mein Vorschlag, man zieht mit großen Schleppern mehrere Eisberge in die Karibik, hüllt die Eisplatte in reflektierende Folie und wartet bis ein gefährlicher Hurrikan droht. Die Eisberge werden ausgepackt, in hundert Teile gesprengt und mit Schleppern durch das Meer gezogen. Das Wasser kühlt ab und der Hurrikan kann weniger Energie aus dem Wasser entnehmen. Der Aufwand sollte deutlich kleiner sein, da die Schleppschiffe einfach angeheuert werden können.
Das ist doch eine humanitäre Innovation, wenn man bedenkt, wie viele Menschen in Hurrikanen umkommen!

Donnerstag, August 06, 2009



4.000.000.000 Handys
in diesen Tagen ist das Vier-Milliardste Handy in Betrieb genommen worden, damit haben 2/3 aller Erdenbürger diese, früher exclusive, Form der Kommunikation in der Tasche. Jeder kann jeden immer anrufen, wie das der Zukunftsforscher Herman Kahn 1967 für das Jahr 2000 vorausgesagt hatte. Ich persönlich hielt es noch 1980 für ausgeschlossen, dass dies jemals technisch möglich wird, so kann man sich täuschen.
Die Zahl der Handys entspricht damit auch 2³², der maximalen Zahl von Internetgeräten, die mit dem IP4.0 erreichbar sind. Erstaunlicherweise wurde diese Stückzahl zuerst von den Mobilfunkgeräten erreicht und nicht von den Internetcomputern. Letztendlich ist das Mobiltelefon auch das erste Produkt für Endabnehmer, das einen absoluten Umsatzrückgang erlebt, weil es zu einer globalen Marktsättigung gekommen ist.
Letztendlich ist das Mobiltelefon die Innovation mit der größten Verbreitung und technischen Komplexität, die ich kenne.


Samstag, Juli 18, 2009

40 Jahre Schritte auf dem Mond
vor 40 Jahren war die Technik 20 Jahre vorausgeeilt. Das visionäre Apollo Projekt,Preis $150Mrd. (Preisbereinigt), hat mehr bewirkt als nur einen Menschen zum Mond zu bringen. Es hat meiner Generation gezeigt, dass Technik ein Werkzeug ist, mit dem man alles erreichen kann! Das gilt heute noch mehr als früher.

Leider ist heute die unsichtbare Technik (Mikro-, Nanotechnologie), ohne Vision, kein sichtbares Signal, dem Jugendliche nacheifern und daher studieren viel zu wenige Naturwissenschaften. Zukunftsprojekte wie die Solarenergie aus der Wüste, das kann die Menschen wieder begeistern, der Preis und die Vision stimmen.


Montag, Juli 13, 2009

Eine Vision könnte wahr werden
Das Projekt Desertec startet

Ähnlich den Anstrengungen die es bedurfte, 1969 zum Mond zu fliegen, wird das Projekt,
Stom aus der Sahara nach Europa zu bringen, gewaltige Kräfte freisetzten. Diesmal allerdings mit einer sehr sinnvollen irdischen Auswirkung, dem endgültigem Einstieg in das Solarzeitalter.
Vermutlich wird dieser Tag unter diesem Aspekt in den Geschichtsbüchern stehen. Längerfristig ist die Sonne die einzige unversiegbare Energiequelle und ihre Gewinnung wird nur in Wüsten ökonomisch vertretbar sein.
Die Realisierung dieser Innovation freut mich für den blauen Planeten und die Menschheit!

Hier geht's zur Unterstützung von Desertec!

Mittwoch, Juli 08, 2009

Zeit zum Nachdenken
Nach all den hektischen Ideen sollte jeder auch Zeit zum
Denken, zum Überdenken, zum Nachdenken finden.
Einfach mal einen Tag Pause von den Medien,
vom Internet, machen.
Vielleicht ein Buch in die Hand nehmen und
danach überlegen, was man da gelesen hat.

Innovationen erfordern "Time to Think"

Samstag, Juni 27, 2009

Phantastische Ideen
Innovationen sind Ideen, die sich verbreiten! Genau das ist das Ziel von TED. War es zuerst nur einem mehr oder weniger elitärem Zirkel möglich zu erfahren, was die neuesten Ideen sind, so hat jetzt die ganze Welt das Vergnügen davon zu erfahren. Und es sind nicht nur technische Ideen oder Erfindungen sondern auch Kunst und viele andere Gebiete, die hier von einmaligen Menschen vorgestellt werden. Ich nutze es nicht nur um Neues zu erfahren, sondern auch um Englisch zu lernen und hervorragende Vortragstechnik zu sehen.
Es lohnt mal bei TED.COM hineinzusehen. Achtung Suchtgefahr!

Mittwoch, Juni 24, 2009

Farbdia am Ende
Fast jeden Tag muss man ja inzwischen das Ende einer Ära miterleben. Und fast immer ist es etwas Digitales, das scheinbar zeitlose Produkte den Todesstoß versetzt.
Vorbei die Zeiten, als man überlegte, ob man in den Urlaub 50 oder 100 ASA-Film mitnimmt und überlegte, ob fünf Filme reichen. Kühl gelagert im Kühlschrank, neben den Eiern, konnte man zu viel gekauften Film für später aufbewahren. Jetzt müssen wir von den Vorräten leben, denn, wie ich eben erfahre, bald wird die Produktion eingestellt.

Nie wird der gute Diafilm von der Digitaltechnik abgelöst, hab ich noch vor 10 Jahren gehört. Nie das Buch, die Zeitung, der Quellekatalog, das Kino, ... und in 10 Jahren?

Digitaltechnik ist eine Innovation ohne Ende.

Samstag, Juni 20, 2009

Piraten Partei im Bundestag
Seit ich mich an Politik erinnern kann, habe ich nur zweimal erlebt, dass eine neue Partei in den Bundestag eintrat, seit heute ist die dritte Neue im Parlament.
In Schweden gegründet, ist es die erste genuin Internet orientierte Partei. Das Programm will mehr Freiheit für Bürger und weniger Überwachung durcht den Staat.
Der Einzug in den Bundestag fällt nicht zufällig mit dem Internetzugangserschwernisgesetz zusammen. Zufällig, aber passend, ist es nur einen Tag her, dass in den USA die alleinstehende Mutter Jammie Thomas-Rasset zu einer Zahlung von 1.920.000$ an die RIAA verurteilt wurde, weil sie 24 Files auf ihrem Rechner freigegeben hat!
Innovationen sind neue Ideen, die in der Gesellschaft fuß fassen, genau das ist heute passiert.

Sonntag, Juni 07, 2009

Perfekte Europawahl
Das Wahlergebnis der Europawahl mag zwar manchen Politiker nicht schmecken, aber nach der Longtail Theorie und nach der Theorie der Zipfverteilung ist es fast perfekt.
Dabei wird das Resultat mit dem Platz multipliziert. etwa FDP mit 12,1% *3=36,3% usw.
Genaugenommen ist die SPD immer noch zu stark.
Und nur wer innovationsfreundlich ist, sollte punkten.


Samstag, Juni 06, 2009

Google squared
fast jede Woche gibt es neues aus den Google Labs, aber diesmal ist es wirklich was eintscheidendes! Die Idee hinter Google squared ist das, wovon im Semantik Web seit Jahren geträumt wird, die Verknüpfung von Wissen. Und es ist wie Steinsuppe, zunächst noch nicht genießbar, aber durch die Beiträge der User bald ein aussergewöhnlich gut geknüpftes Netzwerk von Wissen.

Jeder leistet kleine Beiträge, indem er falsche Zuordnungen löscht/ändert, neue Spalten einführt oder Elemente in die Tabelle hinzunimmt. Da man die Tabellen für eigenen Zwecke speichern kann, ist es auch privat ganz nützlich.

Squared, bedeutet eine weitere Dimension hinzufügen. Genau das geschieht hier, Objekte bekommen Eigenschaften. und diese Eigenschaften sind semantisch sinnvoll notiert.

Ich gratuliere Google zu dieser Innovation und bin auf die weitere Entwicklung sehr gespannt!

Dienstag, März 03, 2009

Nachricht aus der FAZ
Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. „Es ist wie ein Münzwurf“ - Es könn sein, dass sich der Markt stabilisiere, es könne aber auch sein, dass es weiter nach unten gehe,... (faz.net vom 3.3.2009)

In der Informationstheorie besteht die Information in einer Nachricht aus dem Überraschungseffekt. Die Aussage: "wie ein Münzwurf" ist daher keine Information, nur die ehrliche Erklärung, dass man, wie immer, keine Ahnung hat und natürlich auch nicht haben kann. Andernfalls wären die Redakteure ja schon längst mit Aktien reich geworden.

Innovation? Nein, nur der Versuch der faz jeden Tag etwas auf die Website zu schreiben.