Montag, November 23, 2009

Alte Männer
Internet ist inzwischen ein Medium für alle, aber einige ältere Entscheidungsträger haben das Internet noch nicht verstanden. Und ein besonders krasses Beispiel ist Rupert Murdoch (78). Er will zusammen mit Steve Ballmer Google killen, indem die Inhalte von Murdochs Medienimperium nicht mehr bei Google gefunden werden! (Quelle: FAZ)

Jubel bei allen, die viel Geld ausgeben, um in den Suchergebnissen vor Murdochs Medien zu stehen. Ach ja, Murdoch will seine Resultate bei der unbekannten Suchmaschine Bing (5% Marktanteil) anzeigen.

Wenn ich mir vorstelle, dass hier nur die Spitze des Eisbergs sichtbar wird und sehr viele andere Unternehmen, genaugenommen, deren Führungsspitze, das Internet so wenig verstehen, dann gute Nacht!
Die im Dunklem sieht man nicht. Wer nicht gefunden wird ist im Internet nicht existent.

Nur mit einer innovativen Suchmaschine kann man Google schlagen, nicht durch Dummheit!


Montag, November 16, 2009

Schweinegrippeimpfung gegen H1N1
Aus Gründen der Vorsorge und der sozialen Verantwortung, wer will schon für eine gefährliche Mutation Brutstätte sein, habe ich mich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Man darf zuerst ein Formblatt unterschreiben, auf dem man die Nebenwirkungen kennenlernt, sortiert nach häufig (1:10) bis selten (1:1000). Alles überschaubar. Ich hatte dann die häufige Nebenwirkung in meinem linken Arm, dem Impfarm. Er tat etwas weh und in der Nacht wollte ich mich nicht auf ihn legen. Zudem war ich in den ersten 12 Stunden nach der Impfung schlapp, so dass ich eine Abendveranstaltung versäumt habe.
Alles in allem sicher weniger unangenehm als eine richtige Erkrankung.
Erstaunlich wie schnell heute Impfstoffe bereit stehen, da wurde in der Medizinforschung sehr lange optimiert.
Impfstoffe zählen zu den wichtigsten
Innovationen der Menschheit!

Mittwoch, November 04, 2009


Solarenergie aus der Wüste
Genau am Vorabend der Gründung der DII, Desertec Industrial Initiative, habe ich zufällig im Studium Generale an der Hochschule Furtwangen einen Vortrag zum Thema "Solarenergie aus der Wüste" gehalten.
Die vielen Besucher haben mir gezeigt, dass das Interesse an dieser neuen Form der Energiegewinnung groß ist. Mein Versuch, aufzuklären, dass man mit Photovoltaik in Deutschland nicht genügend Strom für das ganze Jahr produzieren kann, ist hoffentlich bei vielen angekommen.
Wer es nicht glaubt, möge des Video anschauen, ich freue mich auf Kommentare.
Wenn Innovationen in der Luft liegen spüren das viele Menschen.


Hinweis: Ein ähnlicher Vortrag für die USA wie er am MIT von Roger Angle vorgetragen wurde.


Donnerstag, Oktober 29, 2009


Dreimal richtig erkannt!
Google sieht Gesichter
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur künstlichen Intelligenz ist das Erkennen von Gesichtern. Lange Zeit galt dies, ähnlich wie Schachspielen, als künstliche Intelligenz. Jetzt ist es so weit, jeder kann mit der Software Picasa 3.5 seine digitalen Fotoalben nach Gesichtern durchsuchen lassen. In der Software kann man dann einem Gesicht einen Namen zuordnen und alle weiteren Gesichter, die ähnlich aussehen, werden als die gleiche Person erkannt!
Das Verblüffende ist die sehr hohe Trefferrate, insbesondere, nachdem man einige richtige Treffer bestätigt hat, lernt das Programm schnell weitere Gesichter einzuordnen.
Für mich ist es zudem ein faszinierendes Spiel die Gesichter wieder zu erkennen, manchmal ist da der Rechner fast besser als ich!
Die Version Picasa 3.5 ist erstaunlicherweise nicht direkt bei Google freigegeben, aber über den folgenden Link kommt man hin:
Download
Eine Innovation, die ein wesentlicher Schritt zur Weiterentwicklung von Suchtechniken ist.

Sonntag, Oktober 25, 2009


Meine Quelle

Meinen ersten Taschenrechner, dreistellige Fluoreszenz-Anzeige, drei feste Nachkommastellen, habe ich 1972 bei Quelle für 89 DM erworben, damit konnte ich als Bastler später einen elektronischen Zähler bauen. Zwei Jahre später kam der erste programmierbare Taschenrechner ins Haus, 72 Programmschritte inklusive GOTO und IF, 10 Speicherplätze, mithin 128Byte Hauptspeicher. Damit habe ich das Programmieren gelernt, Abspeichern war nicht möglich, alle Befehle wurden als Zahlencode eingegeben. Das Wunderwerk kostete damals sensationelle 199,--DM, mein Vater hat mir bei der Zahlung geholfen. Die erste LED-Quarz-Armbanduhr war natürlich auch von Quelle, genauso wie die Spiegelreflexkamera (1974).


Quelle war für mich der Inbegriff der aktuellen, bezahlbaren Technik. Jeden Katalog habe ich sofort nach den letzten Neuheiten durchstöbert, so gab es bereits Anfang der 70er Jahre eine Quarzuhr mit Solarzellen, 999 DM.


Irgendwann wurde Quelle für mich von Vobis abgelöst und das Unternehmen hat für mich verloren, da es nicht mehr ganz vorne war.


Innovationen verkaufen ist ein ganz wesentliches Element gewesen, das dieses Unternehmen vergessen hat.

Donnerstag, Oktober 08, 2009


Quengel - Piep - piep
Menschen reagieren auf Quengeln sehr schnell, ist sicher ein Instinkt, der uns viel geholfen hat.
Heute hat man aber bald das Gefühl, dass mehr Maschinen quengeln als Kinder, der Übergang in die Roboterwelt?
Eben hat die Waschmaschine gepiept, sie ist Fertig und wenn ich sie nicht beachte, wiederholt sie das in ein paar Minuten, solange bis ich die Tür öffne, ja schnell in den Waschraum eilen. Und in der Ferne höre ich den Kühlschrank piepen, erst wenn ich seine Türe schließe ist er wieder ein stummer, summender Diener.
Schon piept der Herd, fertiggebacken, Fleisch weich, piep, piep der Eierkocher, Eier hart.
Piep das Handy, Akku leer, piep das andere, Akku voll. Mit Piep aufgewacht, mit Piep ins Bett gegangen.
Noch können die Geräte nicht sprechen, so wie mein Kleiner, aber melden tun sich beide, piep eine neue Innovation wurde gezwitschert bis zum Twitter.

Dienstag, September 22, 2009

Second Buy



Second Buy
 Wenn ich bequeme gute Schuhe gefunden habe, dann halten diese mehrere Jahre. Nach fünf Jahren wollte ich meine gut abgelaufenen Sandalen wieder kaufen, im größtem Outlet Center bei San Francisco ist mir dies nicht gelungen. Völlig anders im Internet: Hier ist es mir gelungen, aber es war mühsam. Mit den Stichworten "Magnetverschluss" und "Clarks" hatte ich glücklicherweise sehr spezifische Suchbegriffe. Mit der Bildersuche bei Bing.com sah ich nach einiger Zeit auch fast genau das Produkt das ich wollte. Die Bestellung und Lieferung der Schuhe lief dann problemlos.

Wenn jeder Artikel wenigstens eine eindeutige Nummer, ähnlich der ISBN bei Büchern hätte, könnte man im Internet einen Service für "Second Buy" einrichten. Wichtig ist natürlich, dass die Nummer auch noch nach Jahren lesbar ist, möglicherweise ist hier RFID sinnvoll. In der Internet Website von "Second Buy" wird der Artikel, oder das ähnlichste Nachfolgemodell in einer Datenbank bereit gehalten. Erstaunlicherweise eine Geschäftsidee, die noch nicht umgesetzt wurde.
Wann wird diese logistische Innovation Fuß fassen?

Anmerkung 2013/11
Inzwischen ist es schlimmer geworden, vorhandene Produkteigenschften werden in Echtzeit entfernt
https://www.linkedin.com/today/post/article/20131121160440-95015-when-product-features-disappear-amazon-apple-tesla-and-the-troubled-future-for-21st-century-consumers

Samstag, September 19, 2009



Das längste Militärmuseum

 Heute hatte ich das Vergnügen, mit der Sauschwänzlebahn (Wutachtal Bahn) im dampflockgezogenem Zug zu fahren. Diese unglaubliche Bahnstrecke überwindet, bei einer Luftlinie von 9,6 km, 230 Höhenmeter auf 25km Gleis, Brücken und Tunnel in nie gesehener Dichte. Man glaubt, hier hätten sich Modellbahn-Enthusiasten in "real world" ausgetobt. Die Wahrheit ist, es waren die Militärs, die 1890 eine strategisch wichtige Verbindung gebaut haben, und die NATO hat die Strecke 1967 sogar nochmals aufgemöbelt!
Heute ist es die schönste Tourismusattraktion, neben anderen, deutlich älteren Militäreinrichtungen wie Burgen, Mauern und Brücken in aller Welt. Welche Militäreinrichtungen werden die Menschen in 100 Jahren vergnügt genießen, Panzerfahren, Jetfliegen und ähnliches gibt es schon mancherorts.
Die Innovationen des Militärs sind so dann zumindest manchmal eine erfreuliche Erscheinung.

Mittwoch, September 16, 2009

Piraten entern Alexa
Auf alexa.com kann man eine neutrale Statistik über die Seitenaufrufe verschiedener Websites erhalten. Vor der Wahl ist natürlich spannend, wie sich die Parteien schlagen. Und die Überaschung ist perfekt, mit Abstand an Platz 1 liegt die Partei PIRATEN. Das sind die Menschen, die Internet ernst nehmen.
Allerdings genügen Seitenaufrufe nicht um eine Wahl zu gewinnen, noch nicht möchte man sagen, denn Internet ist ein demokratisches Medium. Wenn alle Internetbürger geworden sind, wird es ein Spiegelbild der Welt.
Eine neue Partei weckt wie alles Neue und Innovative die Neugier!
Die Wahl wird jedenfalls spannend.



Sonntag, September 06, 2009



Hallenbad 2.0
Wer kann sich schon ein Hallenbad leisten? Eigentlich jeder, der mindestens 100m² Rasenfläche hat! Jetzt im schönem Herbstwetter kühlt der Badepool (Aldi, Easypool, 99€) Nachts sehr ab, aber es gibt Abhilfe. Mit zwei großen Malerplanen, à 50m² für 1,95€ und einem Tischventilator kann man ein schönes, aufblasbares Zelt erzeugen. Der Rand wird mit etwas Steinen oder Gartenschlauch abgedeckt. Mit minimalen Überdruck, weit unter 1µBar, bleibt die Folie oben, auch Löcher spielen keine große Rolle.
Mit der Herbstsonne wird es extrem schnell sehr warm im "Hallenbad 2.0", dem Mitmachhallenbad.
Ich bin gespannt, wann diese Erfindung ein Produkt auf dem Markt wird und als Innovation die Gärten erobert.

Upodate: So geht es noch besser, mit GardenIgloo und Planschbecken

Mittwoch, September 02, 2009

Glühbirne verglüht
Seit 1. September 2009 wird zurückgeleuchtet, volles Leuchtstoffrohr.

Eigentlich will ich da nicht polemisch werden, aber es ist schon erstaunlich, was das Gesetz fordert. Glühbirnen werden verboten. Warum? Ein gewisser Energieeinspareffekt ist möglich, aber warum werden dann nicht zuerst Elektroheizungen verboten? Diese wandeln 100% des Stroms in Wärme um und nicht "nur" 95% wie eine Glühbirne, die nebenbei noch Licht erzeugt.

Glühbirnen sind die einzige (gebräuchliche) künstliche Lichtquelle mit einem kontinuierlichen Spektrum. Warum ist das entscheidend? Wenn ich mit einer Leuchtstoffröhre, die heute oft zu Energiesparlampen gebogen ist, Licht erzeuge, hat dieses Licht Spektrallinien. Liegt so eine Linie nicht exakt auf der Wellenlänge der roten Tomatensoße, dann sehen die Spagetti grau aus.

Und das ist das Problem! Der Mensch hat ein sehr empfindliches Sehen, wenn es um Farben von Nahrungsmittel geht, der Unterschied zwischen genießbar und verdorben ist oft gering. Sparlampen lassen Lebensmittel verdorben aussehen. Ja daran wird man sich gewöhnen müssen. Ob es die geringe Einsparung an Energie gerechtfertigt soll doch der Verbraucher selbst entscheiden.

Weitere zukünftige Entscheidungen
  • Maximal 5 Minuten Duschen (reicht zum Säubern)
  • Vollbad nur für Kranke
  • Raumtemperatur auf 17°C (War so in Rumänien vorgeschrieben)
  • Hände kalt waschen
  • Nur noch 3Liter Autos
  • usw.
Nebenbei bemerkt, jeder dieser Vorschläge würde mehr Energie sparen als das Glühlampenverbot.

Die Glühbirne ist eine der wichtigsten Innovationen der Industriegeschichte. Ich fordere Denkmalschutz für sie.

Montag, August 24, 2009

Das Internet im Grundgesetz


Das Internet im Grundgesetz
Seit 1. August 2009 steht das Internet im Grundgesetz. Natürlich wird das Wort Internet nicht erwähnt, ein Gesetzgeber ist ja immer völlig neutral. Daher lautet der §91c

(1) Bund und Länder können bei der Planung, der Errichtung und dem Betrieb der für ihre Aufgabenerfüllung benötigten informationstechnischen Systeme zusammenwirken.
(2) Bund und Länder können auf Grund von Vereinbarungen die für die Kommunikation zwischen ihren informationstechnischen Systemen notwendigen Standards und Sicherheitsanforderungen festlegen....
(3) Die Länder können darüber hinaus den gemeinschaftlichen Betrieb informationstechnischer Systeme sowie die Errichtung von dazu bestimmten Einrichtungen vereinbaren.
(4) Der Bund errichtet zur Verbindung der informationstechnischen Netze des Bund ein Verbindungsnetz....

Der Wortlaut sollte eigentlich auch im Internet unter http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_08.html nachzulesen sein. Aber die Seite des Bundestags ist heute, 24 Tage nach dem Inkrafttreten noch nicht up to date.
Das Internet ist also erwachsen geworden und in Deutschland Teil des Grundgesetzes. Damit ist eine Innovation abgeschlossen.

Freitag, August 21, 2009

Eine europäische Suchmaschine?



Wenn Europa eine Suchmaschine baut
Heute lese ich in der FAZ, dass die Franzosen es vorziehen, ihre Bibliothek von Europeana scannen zu lassen, bevor das die "bösen" Googler tun. Ein guter Grund mal auf Europeana zu suchen, als erstes Ego-Suche nach Heindl. Resultat: 197 Ergebnisse!!

Aber: Alle 197 Ergebniss verweisen auf das gleiche Deckengemälde von Andreas Heindl aus dem Jahr 1719. Doppelfundstellen dieser Anzahl habe ich noch nie gesehen.

Zweiter Versuch: Tübingen, ca. 300 Ergebnisse und unter den ersten vier Fundstellen: zweimal "Festliches Formgebäck", genug, da muss entweder noch sehr viel Arbeit geleistet werden, oder die Innovation einer weltweiten Suche geht an Google. Nett wäre noch zu erfahren, was zum Logo von Europeana inspiriert hat, Goo...

Freitag, August 14, 2009

Statistik Visualisieren
Wer noch immer glaubt, Statistik ist langweilig, der hat noch nicht mit dem Visualisierungstool von Gapminder gespielt. Zum Einem hat dieses Tool unglaublich viele Daten über die Welt vorrätig und zum Anderen zeigt es auf leicht erlernbare Weise, wie sich die Daten verhalten. Ich bin über einen Vortrag von Hans Rosling darauf gestoßen. Er hat die Daten gesammelt und so schön aufbereitet, dass es Spass macht, damit zu spielen!
Einfach mal selber ausprobieren, am besten davor den Beispielfilm rechts ansehen.

Auch die Wiedergabe von Information kann eine Innovation sein.

Sonntag, August 09, 2009

Hurrikane besser stoppen als Bill Gates
Wie man der Presse entnimmt, hat Bill Gates mehrere Patente zum Abschwächen von Hurrikanen angemeldet. Nachteil, es müssen hunderttausend Hochleistungspumpen in der Karibik installiert werden, die kaltes Wasser hochpumpen.
Eisberge sind viel besser:
Mein Vorschlag, man zieht mit großen Schleppern mehrere Eisberge in die Karibik, hüllt die Eisplatte in reflektierende Folie und wartet bis ein gefährlicher Hurrikan droht. Die Eisberge werden ausgepackt, in hundert Teile gesprengt und mit Schleppern durch das Meer gezogen. Das Wasser kühlt ab und der Hurrikan kann weniger Energie aus dem Wasser entnehmen. Der Aufwand sollte deutlich kleiner sein, da die Schleppschiffe einfach angeheuert werden können.
Das ist doch eine humanitäre Innovation, wenn man bedenkt, wie viele Menschen in Hurrikanen umkommen!

Donnerstag, August 06, 2009



4.000.000.000 Handys
in diesen Tagen ist das Vier-Milliardste Handy in Betrieb genommen worden, damit haben 2/3 aller Erdenbürger diese, früher exclusive, Form der Kommunikation in der Tasche. Jeder kann jeden immer anrufen, wie das der Zukunftsforscher Herman Kahn 1967 für das Jahr 2000 vorausgesagt hatte. Ich persönlich hielt es noch 1980 für ausgeschlossen, dass dies jemals technisch möglich wird, so kann man sich täuschen.
Die Zahl der Handys entspricht damit auch 2³², der maximalen Zahl von Internetgeräten, die mit dem IP4.0 erreichbar sind. Erstaunlicherweise wurde diese Stückzahl zuerst von den Mobilfunkgeräten erreicht und nicht von den Internetcomputern. Letztendlich ist das Mobiltelefon auch das erste Produkt für Endabnehmer, das einen absoluten Umsatzrückgang erlebt, weil es zu einer globalen Marktsättigung gekommen ist.
Letztendlich ist das Mobiltelefon die Innovation mit der größten Verbreitung und technischen Komplexität, die ich kenne.


Samstag, Juli 18, 2009

40 Jahre Schritte auf dem Mond
vor 40 Jahren war die Technik 20 Jahre vorausgeeilt. Das visionäre Apollo Projekt,Preis $150Mrd. (Preisbereinigt), hat mehr bewirkt als nur einen Menschen zum Mond zu bringen. Es hat meiner Generation gezeigt, dass Technik ein Werkzeug ist, mit dem man alles erreichen kann! Das gilt heute noch mehr als früher.

Leider ist heute die unsichtbare Technik (Mikro-, Nanotechnologie), ohne Vision, kein sichtbares Signal, dem Jugendliche nacheifern und daher studieren viel zu wenige Naturwissenschaften. Zukunftsprojekte wie die Solarenergie aus der Wüste, das kann die Menschen wieder begeistern, der Preis und die Vision stimmen.


Montag, Juli 13, 2009

Eine Vision könnte wahr werden
Das Projekt Desertec startet

Ähnlich den Anstrengungen die es bedurfte, 1969 zum Mond zu fliegen, wird das Projekt,
Stom aus der Sahara nach Europa zu bringen, gewaltige Kräfte freisetzten. Diesmal allerdings mit einer sehr sinnvollen irdischen Auswirkung, dem endgültigem Einstieg in das Solarzeitalter.
Vermutlich wird dieser Tag unter diesem Aspekt in den Geschichtsbüchern stehen. Längerfristig ist die Sonne die einzige unversiegbare Energiequelle und ihre Gewinnung wird nur in Wüsten ökonomisch vertretbar sein.
Die Realisierung dieser Innovation freut mich für den blauen Planeten und die Menschheit!

Hier geht's zur Unterstützung von Desertec!

Mittwoch, Juli 08, 2009

Zeit zum Nachdenken
Nach all den hektischen Ideen sollte jeder auch Zeit zum
Denken, zum Überdenken, zum Nachdenken finden.
Einfach mal einen Tag Pause von den Medien,
vom Internet, machen.
Vielleicht ein Buch in die Hand nehmen und
danach überlegen, was man da gelesen hat.

Innovationen erfordern "Time to Think"

Samstag, Juni 27, 2009

Phantastische Ideen
Innovationen sind Ideen, die sich verbreiten! Genau das ist das Ziel von TED. War es zuerst nur einem mehr oder weniger elitärem Zirkel möglich zu erfahren, was die neuesten Ideen sind, so hat jetzt die ganze Welt das Vergnügen davon zu erfahren. Und es sind nicht nur technische Ideen oder Erfindungen sondern auch Kunst und viele andere Gebiete, die hier von einmaligen Menschen vorgestellt werden. Ich nutze es nicht nur um Neues zu erfahren, sondern auch um Englisch zu lernen und hervorragende Vortragstechnik zu sehen.
Es lohnt mal bei TED.COM hineinzusehen. Achtung Suchtgefahr!

Mittwoch, Juni 24, 2009

Farbdia am Ende
Fast jeden Tag muss man ja inzwischen das Ende einer Ära miterleben. Und fast immer ist es etwas Digitales, das scheinbar zeitlose Produkte den Todesstoß versetzt.
Vorbei die Zeiten, als man überlegte, ob man in den Urlaub 50 oder 100 ASA-Film mitnimmt und überlegte, ob fünf Filme reichen. Kühl gelagert im Kühlschrank, neben den Eiern, konnte man zu viel gekauften Film für später aufbewahren. Jetzt müssen wir von den Vorräten leben, denn, wie ich eben erfahre, bald wird die Produktion eingestellt.

Nie wird der gute Diafilm von der Digitaltechnik abgelöst, hab ich noch vor 10 Jahren gehört. Nie das Buch, die Zeitung, der Quellekatalog, das Kino, ... und in 10 Jahren?

Digitaltechnik ist eine Innovation ohne Ende.

Samstag, Juni 20, 2009

Piraten Partei im Bundestag
Seit ich mich an Politik erinnern kann, habe ich nur zweimal erlebt, dass eine neue Partei in den Bundestag eintrat, seit heute ist die dritte Neue im Parlament.
In Schweden gegründet, ist es die erste genuin Internet orientierte Partei. Das Programm will mehr Freiheit für Bürger und weniger Überwachung durcht den Staat.
Der Einzug in den Bundestag fällt nicht zufällig mit dem Internetzugangserschwernisgesetz zusammen. Zufällig, aber passend, ist es nur einen Tag her, dass in den USA die alleinstehende Mutter Jammie Thomas-Rasset zu einer Zahlung von 1.920.000$ an die RIAA verurteilt wurde, weil sie 24 Files auf ihrem Rechner freigegeben hat!
Innovationen sind neue Ideen, die in der Gesellschaft fuß fassen, genau das ist heute passiert.

Sonntag, Juni 07, 2009

Perfekte Europawahl
Das Wahlergebnis der Europawahl mag zwar manchen Politiker nicht schmecken, aber nach der Longtail Theorie und nach der Theorie der Zipfverteilung ist es fast perfekt.
Dabei wird das Resultat mit dem Platz multipliziert. etwa FDP mit 12,1% *3=36,3% usw.
Genaugenommen ist die SPD immer noch zu stark.
Und nur wer innovationsfreundlich ist, sollte punkten.


Samstag, Juni 06, 2009

Google squared
fast jede Woche gibt es neues aus den Google Labs, aber diesmal ist es wirklich was eintscheidendes! Die Idee hinter Google squared ist das, wovon im Semantik Web seit Jahren geträumt wird, die Verknüpfung von Wissen. Und es ist wie Steinsuppe, zunächst noch nicht genießbar, aber durch die Beiträge der User bald ein aussergewöhnlich gut geknüpftes Netzwerk von Wissen.

Jeder leistet kleine Beiträge, indem er falsche Zuordnungen löscht/ändert, neue Spalten einführt oder Elemente in die Tabelle hinzunimmt. Da man die Tabellen für eigenen Zwecke speichern kann, ist es auch privat ganz nützlich.

Squared, bedeutet eine weitere Dimension hinzufügen. Genau das geschieht hier, Objekte bekommen Eigenschaften. und diese Eigenschaften sind semantisch sinnvoll notiert.

Ich gratuliere Google zu dieser Innovation und bin auf die weitere Entwicklung sehr gespannt!

Dienstag, März 03, 2009

Nachricht aus der FAZ
Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. „Es ist wie ein Münzwurf“ - Es könn sein, dass sich der Markt stabilisiere, es könne aber auch sein, dass es weiter nach unten gehe,... (faz.net vom 3.3.2009)

In der Informationstheorie besteht die Information in einer Nachricht aus dem Überraschungseffekt. Die Aussage: "wie ein Münzwurf" ist daher keine Information, nur die ehrliche Erklärung, dass man, wie immer, keine Ahnung hat und natürlich auch nicht haben kann. Andernfalls wären die Redakteure ja schon längst mit Aktien reich geworden.

Innovation? Nein, nur der Versuch der faz jeden Tag etwas auf die Website zu schreiben.

Donnerstag, Februar 19, 2009

Handy-Ladegeräte werden vereinheitlicht
Wer hat das noch nicht erlebt, dass der Handyakku alle war und alle hatten ein Ladegerät nur man selbst nicht. Und keiner konnte helfen, da alle ein anderes Ladegerät hatte. Ganz anders, wenn mal der Motor stehen bleibt, weil der Autoakku alle ist, jeder kann helfen.
Soeben haben die Handyhersteller beschlossen, dass sie aufgrund des Drucks durch die EU
einheitliche Ladegeräte ab 2012 verwenden wollen. Ein echter Fortschritt, der allen hilft, und als Innovation bezeichnet werden kann.

Samstag, Januar 31, 2009

Currywurst mit Flachbildschirm geröstet


Bildqelle: Wikipedia

Currywurst mit Flachbildschirm geröstet
Auf dem Marktplatz in Wiesbaden hatte ich diese Woche erstmals gesehen, dass am Currywurtsstand, einem Ort, der sich durch seine Einfachheit auszeichnet, ein Flachbildschirm war. Das kommt schon öfter vor, aber auf dem Flachbildschirm lief der Film eines Feuers. Im Vordergrund brutzelten die Würste auf Blech, vom Feuer unter dem Blech war nichts zu sehen. 
Nach der Innovation des Feuers, jetzt die Virtualisierung der wichtigsten Innovation der Menschheit. 

Samstag, Dezember 27, 2008




Kein einfacher Anschluss
 Über Weihnachten kommt man in viele verschiedene Wohnungen auf Besuch. Und vermehrt sehe ich provisorische Deckenlampen, manchmal schamhaft unter einem Ballon verhüllt. Warum? Weil immer öfter umgezogen wird und inzwischen die Lebensdauer einer Sparlampe die Verweildauer in der Wohnung übertrifft. 
Das wahre Problem ist, es gibt keinen Lampenstecker!
Man stelle sich vor, jedes Elektrogerät müste mit Lüsterklemmen angeschlossen werden. Man hatte früh die Steckdose erfunden. Und Edison hat nicht die Glühlampe erfunden, sondern das Gewinde für die Glühbirne. Die mobile Gesellschaft braucht die Steckdose für Deckenlampen!

Diese Innovation erfordert eine geschickte Einführung und Norm, aber dann gibt es einen riesigen Markt.

Sonntag, Dezember 21, 2008

24 Dezember

Am 21. Dezember steht die Sonne am tiefstem. 

Warum fällt der erste Weihnachtstag nicht auf dieses Datum, sondern auf den 25. Dezember? Weil man bei einer astronomischen Beobachtung mit freiem Auge den unteren Wendepunkt nicht so genau feststellen kann. Daher hat man pragmatisch den 25. Dezember als 1. Weihnachtstag gewählt und da der Abend davor der 24. ist, ist das der „heilige“ Abend. Und da der Jahreswechsel am 31. Dezember liegt und heilig Dreikönig am 6.Januar, alles Termine für Jahresanfänge in historischer Zeit, beginnen jetzt die Tage "zwischen" den Jahren. 

Und die Innovation? Der Sicherheitsabstand!

Sonntag, Dezember 14, 2008

Innovative Mönche
vor einiger Zeit habe ich dieses Foto im Toilettenbereich des Klosters Andechs aufgenommen. Es zeigt ein Fenster, das nicht richtig gekippt ist, da es sonst zu kalt würde. Aber das einen festen Spalt weit offen ist, damit die Düfte abziehen können. Wieviele Toiletten habe ich schon gesehen, die zwar ein gewaltiges Abluftgebläse hatten, aber mangels Zuluft keinen Erfolg bei der Luftqualität hatten. Frage, warum gibt es keine stufenlos verstellbaren Kippfenster? Oder zumindest die Stellung "Spalt weit offen"?
Hier ist die Kreativität der Mönche in unserer Zeit nötig. Wenn auch die Lösung noch nicht formvollendet ist, ein Fingerzeig auf eine Innovation, die sicher kommen wird!

Montag, Dezember 08, 2008



In der Softwareentwicklung kennt man den Spruch schon lange, aber auch in der "Hardwarewelt" oder, sollte ich besser sagen, Wasser- und Eiswelt, gibt es das Phänomen.
Beim Verlegen des PE Schlauchs für den
künstlichen Gletscher ist an einem Knick ein kleines Leck entstanden. Jetzt gibt es einen Eiszapfenbaum, der gut zur Jahreszeit passt!

So ist so manche
Innovation aus Versehen entstanden.

Montag, Dezember 01, 2008



Der PE-Schlauch
Eine stille, aber sehr wichtige Innovation ist der PE-Schlauch. Er hat es mir ermöglicht, 1km Wasserleitung am Wochenende zu legen um mein Gletscherexperiment zu realisieren.
Ich denke aber auch an die Millionen Menschen, die dank dieser preiswerten Schläuche Wasser haben und mit Bewässerung gute Erträge auf ihren Feldern erzielen.
Eine humane Innovation mit vielen Möglichkeiten.

Samstag, November 22, 2008

Virtuelle Geburtstagsgrüße


Virtuelle Geburtstagsgrüße
So schöne Geburtstagstorten gab es in meiner Kinheit und ich hatte mit zehn Jahren vorausgesagt, dass im Jahr 2000 ein Roboter die Torte automatisch macht. 
Jetzt ist die Torte da, aber so wie der Wunsch der Fee auch immer eine Schattenseite hat, so ist auch diese Torte nicht zum Verzehr geeignet und eigentlich nur Spam. Genaugenommen Spam, Spam, den man nicht essen kann.
Schöne neue Welt der Innovationen, mögen die echten menschlichen Grüße wieder überhand nehmen.


Mittwoch, November 19, 2008

Google Grippeschutz

Man hat ja mit fast allem gerechnet, aber dass man sich mit Google auch vor Grippe schützen kann ist für mich unerwartet. Geht man auf die Website http://www.google.org/flutrends/ dann kann man den Verlauf der Grippe in den USA sehen, sicher auch in Kürze für Deutschland. Wer will, kann das jetzt schon sehen, wenn er nach Grippe im Zeitgeist sucht. Der Hintergrund ist, dass in Gripperegionen vermehrt nach Grippe gesucht wird, so paradox das klingt.

Sicher hätte ein Taschentuchhersteller uns über seine Verkaufszahlen informieren können, hat aber keiner getan.

Und warum kommt nach Weihnachten immer die Grippewelle? Weil wir an den Festtagen mit ganz vielen Menschen unsere Viren austauschen!

Innovationen sind oft nur die neue Betrachtung vorhandenen Wissens.    

Mittwoch, November 12, 2008

Schnee, gewünscht und unerwünscht

Bei meinem Einkauf in ALDI Markt ist mir heute bei der Winterkollektion aufgefallen, dass Schneeschaufeln wieder im Angebot sind. Damit kann man den Schnee entfernen. Überrascht war ich, als ich in Sichtweite ein Schneespray entdeckte, mit dem man Schnee, oder was der moderne Mensch dafür hält, erzeugen kann.

So gibt es manchmal Innovationen mit komplementären Zielen, wer findet weitere Paare?

Mittwoch, November 05, 2008

Die Fahrt ist das Ziel

Am Wochenende hatte ich das Vergnügen, mit der Wendelstein Zahnradbahn den schönsten Berg Bayerns zu besteigen. Ich erinnerte mich an ein Erlebnis vor über 20 Jahren, als ich erstmals mit dieser Bahn fuhr, nach 50 Minuten gemütlicher Fahrt mit atemberaubender Aussicht war man an der Bergstation, jetzt braucht man nur noch 25 Minuten. Rechnet man die Rückfahrt dazu, verliert man 50 Minuten Fahrtgenuss. So ist die Frage, ob jede Beschleunigung eine positive Innovation ist.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Die Uhr spricht soziale Zeit 
Bei meinem lohnenden Besuch im Uhrenmuseum Furtwangen erklärte Professor Saluz, dass der Sonnenkönig auf Pünktlichkeit Wert legte. Der Minister benötigte eine genaue Uhr für die Politesse, Pünklichkeit. Uhren bauen damit ein Netz der sozialen Kommunikation auf, ein Netz in dem Metcalfe's law des quadratischen Nutzens gilt. Schon lange vor dem ersten Computernetz, vielleicht sogar das erste seiner Art, das auf verteilter Technologie beruht. 
Die Innovation der Vernetzung in der Dimension der Zeit ist der Verbreitungsmotor der Uhr.

Mehr zum Thema Zeit:

Freitag, Oktober 17, 2008

Brüssel, kein Preis 
Eben wollte ich mal mit dem Zug in die "Europäische" Hauptstadt kurz hinter der deutschen Grenze fahren. Bei Bahn.de erhalte ich, wenn ich die Fahrkarte online kaufen will, die nette Auskunft: 
"Die Preisermittlung unter Einbezug aller Sparangebote kann erst im Servicecenter erfolgen"
Spannende Frage, auf welche Sparangebote die Mitarbeiter im Servicecenter zurückgreifen? Werden auch diese Daten harmonisiert online verfügbar und Europa zusammenwachsen? 
Teure Versteigerung 
Da hat man Englische und Holländische Versteigerungen gesehen und natürlich ebay, aber das ist nicht das Ende der Innovationen. Jetzt gibt es ja swoopo, da zahlt der Bieter für das Gebot! Und das ist für die Versteigerungs-
plattform so ertragreich, dass sie selbst die hochwertigen Artikel einstellt. 

Der Dumme ist der frühe Bieter, aber wie ist die optimale Bietstrategie? Eine schöne Aufgabe für die Spieltheorie. Und mehr als ein Glückspiel ist es auch nicht.

Montag, Oktober 13, 2008

Gesichter fotografieren


Pablo Picasso, 1958 Porträt einer Frau

Immer wieder fällt mir auf, dass es sehr schwer ist Gesichter zu fotografieren. Nicht nur dass oft die Augen geschlossen, der Mund verzogen, das Gesicht zu rot und die Nase zu groß ist, sie sehen einfach nicht optimal aus. 
Betrachtet man hingegen selbst holzschnittartige Bilder von Künstlern, so wirken diese intensiver. Was mag der Grund sein? Vielleicht ist es einfach unnatürlich, was ein Foto zeigt. Unser Gehirn sieht nicht ein Pixelfeld in Zentralperspektive wenn es in ein Gesicht schaut. Es sieht ein lebendiges, bewegtes unterschiedlich beleuchtetes Gesicht. Und das wird vielleicht überhaupt nicht optimal durch ein Foto wiedergegeben sondern durch ein Gemälde. 


Wir brauchen Fotoapparate, die Gemälde erzeugen, die unser neuronales Empfinden besser anregen als bisher. Wenn wir die Transformationen des Gehirns verstehen und die inverse Funktion auf Bilder anwenden, könnten schöne Portraits entstehen. Und ich bin sicher, das wird gebaut werden, eine Innovation die noch fehlt. 

Samstag, Oktober 11, 2008

Wo liegt die Donauquelle?

Aller Anfang ist schwer (zu bestimmen) 
Wo liegt eigentlich die Donauquelle? In der Schule lernt man "Brigach und Breg bringen die Donau zuweg". Die Bregquelle könnte also die wahre Donauquelle sein. Das wird dort auch auf einer Tafel behauptet. Wandert man ein Stück weiter, findet man eine Quelle, deren Wasser eigentlich in die Elz fließen müßte, da sie jenseits der Wasserscheide entspringt.

Bild: Donauquelle?
Tut es aber nicht, da vor vielen Jahren das Wasser umgeleitet wurde und heute der Donau zugute kommt. Somit ist es der mündungsfernste Punkt der Donau, erstaunlicherweise in keiner Karte vermerkt. Etwas unterhalb dann die Elzquelle. 
Bild: Elzquelle, eher ein trauriger Anblick
Wie bei allen Dingen ist es nicht einfach den wahren Anfang zu finden, nicht nur Innovationen haben viele Väter, auch Flüsse oft viele Quellen. 

Mittwoch, Oktober 08, 2008

Automatischer Fahrradverleih
In Toulouse gibt es fast in jeder Straße in der Innenstadt einen automatischen Fahrradverleih!


Schlechte Nutzerführung
So gut die Idee ist, so schlecht ist das Interface für den User. Eine promovierte, französisch sprechende Informatikerin hat nach 20 Minuten gerade mal einen Systemabsturz erreicht, nicht aber ein Fahrrad bekommen. 

Bei einer weiteren Säule, gibt es, wie gesagt, fast an jeder Straßenecke, hat es mit Unterstützung von zwei Einheimischen nochmals fünf Minuten gedauert. Unglaublich wie kompliziert man das machen kann, langsam verstehe ich, warum manche gewaltsam das Fahrrad aus seiner Halterung gerissen haben.
Innovation ist das Fahrrad, das mit jeder Kreditkarte fährt, etwas Optimierungspotential vorhanden.

Montag, Oktober 06, 2008

Airbus A380 Werk Toulouse
In den letzten Tagen hatte ich Gelegenheit, die A380 Produktion in Toulouse zu besichtigen. Das Flugzeug ist wirklich groß, auch wenn man das nur begrenzt wahrnimmt, da alles im Umfeld auch sehr groß ist, etwa die Produktionshalle. Die Halle besteht aus vier Segmenten, eines, in dem die 10 Einzelteile, die aus ganz Europa unter großem Aufwand angeliefert werden, zusammengeschraubt werden, was eine Woche dauert, und drei Segmente, in denen die grün lackierten Riesen drei Wochen lange vermessen und getestet werden. Danach werden sie in die frische Luft gebracht und mit Triebwerken versehen. Nochmals etwa drei Wochen getestet und nach Hamburg zum Lackieren und zur Kundenübergabe geflogen.
Was auffällt, fast keine Produktionstiefe in Toulouse, und mehr Testen als produzieren, fast wie in der Softwareindustrie.
Was ist Innovativ? Ein Flugzeug, das nur 2,9 Liter auf 100km pro Passagier benötigt.
Was fällt noch auf? Die Besichtigung ist sehr virtuell, fast nur LCD Screen Filme und die Halle hinter Glas. Die echte Produktionshalle wird nicht gezeigt! Und für die Luftfahrt unglaublich, der Testflug mit französisch sprechendem Cockpit, da wird der Verkauf in den USA noch etwas auf sich warten lassen. Das Visitorcenter wirkt provinziell und lieblos, ein paar Container, nur französische Bücher, für das Vorzeigeprojekt eines vereinten Europas traurig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass bereits vier weitere Produktionshallen gebaut wurden, für den Fall, dass man mehr als 44 Stück pro Jahr liefert.

Dienstag, September 23, 2008

SD wird CD von Morgen

kaum hatte ich vor ein paar Tagen bemerkt, dass der erste Student seine Arbeit auf SD-Karte abgeliefert hat, finde ich folgende Meldung:
"SanDisk will Musikalben auf Micro-SD-Karten anbieten" (ZD.net)

Damit wird erstmal ein Medium durch einen elektronischen Speicher abgelöst, der einem völlig anderen Herstellungsprozess unterliegt. Seit der Shelllackplatte werden die Daten auf das Medium gepresst, insofern unterscheidet sich die BlurayDVD nicht von uralten Schallplatten.

Mit der SD-Karte wird das alles anders, das Medium ist fast der Computer, das Medium bekommt eine andere Qualität. Das Medium wird mit einer Schnittstelle geliefert und ist das Abspielgerät selbst. Der Datenträger wird nicht mehr berührt. Nur noch vom Wiedergabegerät abgefragt. Es gibt erstmals keine neuen Wiedergabegeräte, denn diese sind in Form von SD-Kartenfähigen Handys bereits verbreitet.

Montag, September 15, 2008

SPD Ypsilanti unlöschbar 

Unglaublich dumm reagiert die Partei SPD auf den Spass, dass Ypsilanti nicht weiss, wie man mit Müntefering telefoniert:
"Die hessische SPD prüfe zurzeit, ob sie wegen des nicht genehmigten Mitschnitts einen Strafantrag gegen den Radiosender stelle" (FTD -15.9.2008)

Daher einige Tipps an die zukünftige Ministerpräsidentin (Münte bewahre) um die modernen Medien in einer (noch) freien Gesellschaft zu verstehen:
  1. Sollte man wissen wie die Stimme des Parteivorsitzenden klingt
  2. Muss man Humor haben und gleich das Interview freigeben
  3. Muss man wissen, dass man im Internet nichts löschen kann!
Zudem ist es erschütternd, wie nahe die SPD der Zensur steht, die SED hat da wohl Frau Ypsilanti einiges gleich in den ersten Gesprächen verraten.

Und jetzt einfach mal bei youtube nach Ypsilanti suchen! 
Viel Spass!

Sonntag, September 14, 2008

CD Ade

Die Trägermedien für Daten ändern sich schneller als die Aufbewahrungsfristen für Thesisarbeiten an einer Hochschule.
Jüngstes Beispiel, eben habe ich eine Studienarbeit zum Thema "Redesign mit Umstieg auf TYPO3 Intranet-System Intellekt Kapital AG / Russland" zu lesen bekommen, die als Trägermedium für das PDF-File, das mit jeder Arbeit abzugeben ist, eine SD-Karte verwendet. Eigentlich steht CD in der Prüfungsordnung. Aber wenn ich bedenke, dass mein neuer Laptop kein CD-Laufwerk, aber sehr wohl einen SD-Reader hat, kann man eigentlich nicht klagen.
Die Frage ist, welches Medium in 10 Jahren leichter zu lesen ist, ich schätze sehr die SD Karte, CD Laufwerke werden rar wie Floppy Disk Laufwerke sein.

So reiht sich eine Datenträger Innovation an die Nächste.
In zehn Jahre werde ich vermutlich nur einen Link zu Google-Documentspace bekommen...

Mittwoch, September 03, 2008

Google Chrome

nach über 10 Jahren wagt es eine große Firma einen neuen Browser vorzustellen. Fast unglaublich im Internetzeitalter!
Google argumentiert sehr richtig, dass sie gute Browser bei den Usern brauchen, denn sonst funktioniert ihr Geschäftsmodell nicht. Besonders neue Anwendungen wie Google Docs und Gmail nutzen AJAX Technik und damit auf ein schnelles zuverlässiges Javascript angewiesen sind. Chrome hat einen Javascript Compiler, dass es sowas geben kann...
Der neue Browser arbeitet sehr gut, leider gibt es einige kleine Probleme, die mir bisher damit zu schaffen machen:
  1. Meine Google Toolbar geht nicht, und damit weder die
  2. Rechtschreibkontrolle noch die
  3. Bookmarks.
    Ersteres Problem führt dazu, dass ich diesen Beitrag mit IE7 schreibe, letzteres dazu, dass ich an meinen verschiedenen Laptops nicht sinnvoll mit Chroma arbeiten kann
  4. Mit F11 kann ich nicht die Kopfzeile ausblenden, das ist an meinem Subnotebook mit 1024*768 Pixel ein Problem, weil Platz für längere Webseiten fehlt
  5. Auch wenn Chrome im Hintergrund ist, werden ca. 10% der Prozessorresourcen verbraucht, warum?
Sehr gefreut hat mich die Hintergrundinformation zum Browser die man unter
Google.com findet.

Ich bin gespannt, wie die Version 1.0 arbeitet, V0.2 ist auf jeden Fall ein guter Anfang und sehr innovativ.

Sonntag, August 03, 2008

Ist alles Perfekt?

"Die Tätigkeit der Werbung ist der Perfektion nunmehr so nahe, dass es schwierig sein wird, Verbesserungen anzubringen."
Samuel Johnson, 1759.

(Es folgt ein Bannerzitat, keine Bannerwerbung!)


Nach jahrelanger Interneterfahrung und Bannerblindness war ich der Meinung, ich würde nicht mehr auf Fakebanner klicken. Der SweetSexy18 Banner hat es geschafft, die Neugier, wie das organisiert ist hat mich zum Anklicken verführt.

Es stimmt also nicht, dass man Werbung nicht mehr weiter verbessern kann, es ist immer Raum für Innovationen, hier irrt Samuel Johnson.

Freitag, August 01, 2008

Sex ist Beweis für Darwin

Leider ist es sehr schwer manche Menschen von der Evolutionstheorie zu überzeugen. Es gibt die Theorie der Kreationisten, die sich heute "Intelligent Design ID" nennt, dass ein intelligente Wesen alle Arten erzeugt hat.

Ein Punkt ist aber sehr widersprüchlich, warum vermehren sich die Lebewesen sexuell. Nicht, dass ein höheres Wesen immer nur moralisch dächte, vielmehr wozu gibt es Sex?

Sex dient dazu, dass Individuen einer Art Gene austauschen und damit bessere Nachfahren haben können, als sie selbst. Nach Darwin hat dann der Geeignetste (Fittest) die meisten Nachfahren.

Den Genaustausch dieser Art gibt es noch nicht immer in der Evolution, er wurde vor ca. 500 Millionen Jahren erfunden und hat zur Artenexplosion im Kambrium geführt. Es ist das bislang erfolgreichste Konzept für die Optimierung von Lebewesen. Also eine der ersten ganz großen "Innovationen"

Wenn es Gott gäbe

Wenn es einen Gott gäbe, oder heute sagt man intelligenten Designer, dann wären ja schon alle Wesen perfekt und der Genaustausch könnte nichts mehr verbessern. Im Gegenteil, der Genaustausch ist sogar ungünstig, da nur die Hälfte der Lebewesen Nachkommen haben und damit gegen die Devise "seid fruchtbar und mehret euch" verstoßen.

Die Idee ist mir gekommen, als ich in Richard Darwkins Buch "The God Delusion" gelesen habe.
Genaue Karte für den Wetterdienst
Erstaunlicherweise sind die Karten des Deutschen Wetterdienstes bisher nicht exakt. So zeigt der Oberlauf von Neckar und Donau in der verwendeten Karte des DWD nicht den tatsächlichen geographischen Verlauf. In der Abbildung sieht man, mit Dunkelblau hinterlegt, den tatsächlichen Verlauf und Hellblau die bisher eingeblendeten Flussläufe.















Wetterkarte des DWD
Erfreulicherweise hat sich der DWD gleich bereit erklärt diesen Fehler zu korrigieren und wir können in Zukunft in der Tagesschau, wenn Gewitter vorhergesagt werden, oder das Radarbild zu sehen ist, exakt zuordnen wo es aktuell schüttet.
Ursache
Wie kann es zu so einen Fehler kommen? Die Ursache liegt in frei verfügbaren Kartenmaterial im Internet. Hier hat wohl jemand beim digitalisieren gedacht, dass der Flusslauf der Wutach im Urstromtal weiter läuft, und tatsächlich ist dieser sichtbare Verlauf jener, wie er vor der Eiszeit tatsächlich realisiert war. Für den Oberlauf des Neckar ist es einfach eine Ungenauigkeit. Diese Fehler kann man übrigens auf vielen anderen Seiten, die Landkarten darstellen, finden.

Mittwoch, Juli 30, 2008

Laptop oder Buch?
Der neue kleine Laptop von Aldi ist vorzüglich geeignet, bequem auf der Couch im Internet zu lesen. Leider gibt es aber einen kleinen Nachteil, das Display ist 600 Pixel hoch und 1024 breit die meisten Web-Seiten sind jedoch wesentlich besser zu lesen wäre das Display 1024 hoch und 600 Pixel breit. Aber zum Glück gibt es ja im Internet Software die dem Bildschirm um 90° drehen kann und tatsächlich jetzt kann man bequem die Seiten mit längeren Text lesen.
Leider ist das aber noch nicht optimal, die Maus bewegt sich nun völlig verrückt. Die Hersteller denken, ich hätte einen LCD Bildschirm am Schreibtisch und würde diesen drehen. Und "intelligenterweise" wird die Mausrichtung, besser gesagt das Touchpad, entsprechend angepasst. Genau das ist das Problem, jetzt stimmen die Achsen und Bewegungsrichtungen nicht mehr mit den intuitiv gedachten Richtungen ein.
Bleibt nur zu hoffen, dass ein guter Programmierer das Problem löst und mir eine Lösung zusendet.

Montag, Juli 28, 2008

Suchen mit Cuil
 Nach langem warten gibt es jetzt Cuil, die neue Suchmaschine, die viele ehemalige Google Mitarbeiter und einige IBM Wissenschaftler entwickelt haben. Das schwarze Design haben sicherlich die alten IBM Mitarbeiter zu verantworten.
Startet man die Suche und hat das Glück, dass der Server gerade eine kurze Antwortzeiten hat, dann erhält man in drei Spalten die Resultate. Nicht nur als kurzen Satz, sondern ein kräftiges Stück Text aus dem Ergebnis. Ähnliches kennt man von der Newsseite bei Google, erstaunlich, dass Google dieses Feature nicht auch bei der normalen Suche eingeführt hat. Nett ist auch das Beifügen der Bilder, das dem Besucher rasch einen Eindruck von der Zielseite gibt, sucht man nach Personen so erhält man mit etwas Glück ein Foto der jeweiligen Person.
Ich werde die Suchmaschine weiter nutzen, damit ich feststellen kann ob sie besser als Google arbeitet es wäre schon erstaunlich wenn man mit einer Investition von 33 Millionen eine bessere Suchmaschine programmieren kann als das Google nach 10 Jahren und einigen Milliarden Dollar konnte.
Es ist gut, dass sich wieder etwas Bewegung im Suchmaschinenmarkt finden lässt, zum einem wollte keiner zu Microsoft wechseln, da diese ja bereits andere Monopole besitzen. Andere Versuche sind leider wegen zu geringer Finanzierung oder politischer Unbill (Exalead) stecken geblieben.